Zahnpasta aus Schokolade
20. Mai 2007
Seit man 1914 damit begann, der Zahnpasta Fluorid beizumischen, wurde die Zahn- und Mundhygiene durch keine wesentlichen Innovationen mehr erweitert. Fluoride entfalten ihre karieshemmende Wirkung über eine verbesserte Remineralisation des Zahnschmelzes, einer Hemmung der Vergärung von Zucker im Mund und einer geringeren Säureempfindlichkeit des Zahnschmelzes.
Laut einem Pressebericht der Universität Tulane könnte diese Tristesse in der Zahnhygiene bald durch einen neuen Wirkstoff als Zusatz in Zahnpasten durchbrochen werden. Ein Extrakt aus Kakaopulver scheint dem Fluorid ernsthafte Konkurrenz zu machen, Forschungsergebnisse zeigten jedenfalls eine bessere Effektivität als das altbewährte Fluorid.
Das weiße, kristalline Pulver ähnelt in seiner chemischen Struktur sehr dem Koffein. Bisweilen wurde die Wirksamkeit nur im Tiermodell erforscht, die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es noch zwei bis vier Jahre dauern wird, ehe das neue Podukt Marktreife erlangen wird. Noch gibt es nur einen Prototypen der Zahnpasta mit dem kariesfeindlichen Extrakt des Kakaos.
Da der Markt für Zahnprodukte seit Jahren händeringend nach Innovationen schreit, wird die Industrie diesen neuen Wirkstoff bestimmt mit Freude aufnehmen und vermarkten. Es bleibt zu hoffen, dass dann eine Weile Schluss mit Zahnbürsten für die Zunge mit Thermoschwingkopf und achtfach geschliffenen Borsten aus dem linksdrehenden Fell der afrikanischen Grünmeerkatze ist.
Weiterführende Literatur: Krankheitsherd Zähne
Schokolade senkt den Blutdruck
Wein für die Zähne?
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