Sportaktivität in Deutschland im 10-Jahresvergleich
14. November 2006
Ein zunehmend sitzender Lebensalltag und körperlich inaktive Berufe werden für eine Vielzahl chronischer Krankheiten mitverantwortlich gemacht. So ist ein Mangel an Bewegung u.a. als wesentlicher Einflussfaktor bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, bestimmten Krebsformen und vielen anderen Erkrankungen zu sehen.
Eine Forschergruppe der Universität Heidelberg untersuchte das Sportverhalten in Deutschland. Dabei wurde die Entwicklung und Verbreitung des Freizeitsportes im Zeitraum von 1992-2001 beobachtet und ein Zusammenhang mit sozialen/demografischen Faktoren hergestellt.
Dabei zeigte sich, dass der Anteil an Sport treibenden Personen in diesem Zeitraum um ca. 5% zugenommen hat, insgesamt treibt jedoch noch immer jeder zweite erwachsene Deutsche (48,2%) keinerlei Sport. Merklich erhöht hat sich der Anteil der Frauen an den regelmäßig Aktiven, besonders inaktive Menschen bekleiden niedrige berufliche Positionen, besitzen eine geringe Bildung und kommen aus den Neuen Bundesländern. Zusammenfassend haben die Analysen also ergeben, dass in Deutschland Sport tendenziell eher eine Freizeitbeschäftigung höher gebildeter westdeutscher Personen ist. Dies belegen zum überwiegenden Großteil auch aktuelle Reviews und Studien aus anderen Ländern.
Becker S, Klein T, Schneider S (2006). Sportaktivität in Deutschland im 10-Jahres-Vergleich: Veränderungen und soziale Unterschiede. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. 57(9):226-232.
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