10. Juli 2007
Selen ist ein natürlich vorkommendes Spurenelement. Als reichhaltige Quellen für Selen gelten Getreide und Getreideprodukte. Allerdings ist deren Ergiebigkeit vom Selengehalt des Bodes abhängig und unterliegt deshalb großen regionalen und saisonalen Schwankungen. Durch die normale Ernährung ohne zusätzliche Supplementation werden Schätzungen zufolge ca. 50% des Bedarfs an Selen durch Cerealien, der Rest durch Fleisch und Eier abgedeckt. Die postulierte Hauptwirkung von Selen liegt vorwiegend in seiner antioxidativen Potenz. Dadurch soll es bei Erkältungen helfen, Gürtelrose (Herpes zoster) bekämpfen, die Fruchtbarkeit fördern, Arthritis und sogar Multiple Sklerose mildern. Außerdem wird Selen gerne medienwirksam als Anti-Aging Mittel verkauft. Neben der präventiven Wirksamkeit bei Prostatakrebs gehen einige Wissenschaftler zudem von einer vorbeugenden Wirkung bei Diabetes mellitus aus. [Weiterlesen...]
05. Juli 2007
Üblicherweise wird als erster Schritt zur Lifestylemodifikation bei hohem Blutdruck oder anderen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems der Konsum von Obst und Gemüse empfohlen. Vor allem bei grenzwertig erhöhten Blutdruckwerten konnten dadurch gute Ergebnisse erzielt werden. Den blutdrucksenkenden Effekt dieser Ernährungsmodifikation führen Wissenschaftler – neben einer Reihe anderer vermuteter Ursachen – auf den Gehalt an Polyphenolen bzw. Flavonoiden zurück. Obwohl Kakao eine der Hauptquellen von Flavonoiden in den westlichen Nationen ist, fand er bislang noch keinen Einzug in die Ernährungsempfehlungen. [Weiterlesen...]
04. Juli 2007
Kinder werden im Laufe ihrer Entwicklung einer schier unüberblickbaren Menge an Information über den gesundheitlichen Wert von Lebensmitteln ausgesetzt. Angefangen von den Eltern, über Medien wie Radio und Fernsehen, bis hin zu Einrichtungen wie Kindergarten, Vorschule oder Schule werden die Kinder über die (vermeintlich) richtige Ernährung aufgeklärt. Doch die dargebotenen Inhalte sind keinesfalls immer richtig. Vor allem Werbung für Softdrinks, Süßigkeiten und Fast Food war in letzter Zeit zunehmender Kritik ausgesetzt – im Hinblick auf die wachsende Zahl von übergewichtigen Kindern kein Wunder. Das führte beispielsweise in England soweit, dass zu bestimmten Tageszeiten keine Werbung mehr für solcherlei Produkte ausgestrahlt werden darf (enutrio.de berichtete, siehe hier und hier). [Weiterlesen...]
01. Juli 2007
»Ein Löffelchen für Mama, eins für Papa und noch eins für Oma«, wer kennt diese Floskeln nicht? In kaum einer Familie wird nicht während des Essens auf die Kinder eingeredet. »Iss das Teller leer, iss nicht so hastig, iss mehr Gemüse«, so oder ähnlich ertönt es täglich an den Esstischen dieser Welt. Dabei ist der Einfluss der Eltern auf das Essverhalten ihrer Kinder unbestritten. Einige Studien fanden beispielsweise heraus, dass die Häufigkeit der gemeinsamen Mahlzeiten oft mit dem Konsum gesunder Nahrungsmittel korreliert (Neumark-Sztainer, 2003). D.h. je häufiger eine Familie zusammen isst, desto gesünder sind üblichweise auch die verzehrten Lebensmittel. Eine andere Studie lieferte Hinweise, dass unstrukturierte Essgewohnheiten der Famiie oft von Fernsehen während des Essens (Videon, 2003) und Konsum von Nahrungsmitteln mit hohem Zucker- und Fettanteil (Coon, 2001) begleitet werden. Da die Anzahl der Kinder mit Übergewicht und falscher Ernährung ständig im Steigen begriffen ist, hat sich die Forschung in den letzten Jahren vermehrt auf diesen brisanten Themenbereich konzentriert. Doch von einer Lösung des Problems ist die Wissenschaft noch weit entfernt. Es sind noch viele Fragen über die Auswirkungen der frühkindlichen Esserziehung auf das spätere Essverhalten und die Entwicklung von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter offen. [Weiterlesen...]
28. Juni 2007
Grillen ist des Deutschen liebste Beschäftigung in den Sommermonaten. Gut durchgebratenes Fleisch, am besten mit einer leicht verkohlten Note, lässt die Gaumen der Grillfans höherschlagen. Doch leider beherbergt Grillfleisch eine Reihe krebserregender Stoffe in sehr hohen Konzentrationen. Dazu gehören beispielsweise Nitrosamine oder heterozyklische aromatische Amine (HCA). [Weiterlesen...]
26. Juni 2007
»Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben« meinte schon Wilhelm Busch in seinen Abenteuern eines Junggesellen. Und die Wissenschaft gibt ihm Recht: Wein ist neben dem gutem Geschmack auch hinlänglich für seine gesundheitsförderlichen Effekte bekannt. So soll hauptsächlich der Gehalt an Polyphenolen im roten Wein für seine antioxidativen Eigenschaften verantwortlich sein. Rotwein schützt vor Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und der Entwicklung von Krebs. [Weiterlesen...]
24. Juni 2007
Derzeit wird hauptsächlich das »schlechte Cholesterin« LDL zur Einschätzung des Risikos von Herz-Kreislauferkrankungen verwendet. Zu diesem Krankheitskomplex zählt vor allem die Gefäßverkalkung (Atherosklerose), welche Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Hirnschlag zur Folge haben kann. Rund die Hälfte der Patienten mit derartigen Erkrankungen weist jedoch vollkommen normale LDL-Werte auf. Ein Hauptfaktor dabei ist das oft unentdeckte viszerale Fett (=Fett rund um die Organe), das auch bei dünnen Menschen stark ausgeprägt sein kann. Die Medizin schreit deshalb nach neuen Indikatoren zur besseren Vorhersage und Abschätzung des kardiovaskulären Risikos. Mit Apolipoprotein B48 (abgekürzt ApoB48) scheint die Wissenschaft ein mögliches neues Instrument für diesen Zweck entdeckt zu haben. [Weiterlesen...]
22. Juni 2007
Das Prostatakarzinom gehört zu den häufigsten Krebsarten der Industriestaaten. In Deutschland steht dieser Tumor an zweiter Stelle in der Rangliste der krebsbedingten Todesfälle. Diese Statisik sähe wohl noch furchterregender aus, wenn nicht ein Großteil der von Prostatakrebs betroffenen Männer zuvor einer anderen Todesursache erliegen würden. Aus Obduktionen weiß man, dass bis zu 80% der über 70jährigen Männer ein Prostatakarzinom hatten, ohne daran verstorben zu sein. Die genaue Ursache für diese Krankheit ist noch unbekannt. Man geht jedoch von einer gewissen genetischen Veranlagung, hormonellen Faktoren und einer Reihe weiterer Risikofaktoren aus. Große epidemiologische Studien konnten auch einen Einfluss der Ernährung, insbesondere des Fettgehalts, festststellen. Eine Forschergruppe interessierte sich nun für die Rolle der Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren bei der Entstehung von Prostatakrebs. [Weiterlesen...]
19. Juni 2007
Die am 15. Juni vollzogene Freigabe des bisher rezeptpflichtigen Wirkstoffes Orlistat in Form des Medikaments alli gibt regen Anlass zu Diskussionen. Vor allem die von Glaxo Smith Kline breit angelegte Werbkampagne für alli schlägt Wellen der Empörung. alli mache es den Menschen zu »bequem« abzunehmen, die potente Wirkung und die Nebenwirkungen von alli würden zu sehr verharmlost. Diese und noch mehr der Vorwürfe aus den Reihen der Kritiker hat nun eine Forschergruppe aus den USA zu objektivieren versucht. [Weiterlesen...]
15. Juni 2007
Die sogenannte Diätpille Xenical (Wirkstoff: Orlistat) ist seit 1999 auf dem Markt. Vor wenigen Monaten befreite die amerikanische Zulassungsbehörde für Arzneimittel FDA den Wirkstoff in abgespeckter Version von der Rezeptpflicht. Im Gegensatz zu Xenical mit 120 mg Orlistat soll das neue Medikament alli nur 60 mg dieses Wirkstoffes enthalten. [Weiterlesen...]
13. Juni 2007
Ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Dickdarmkrebs (Colonkarzinom) bei häufigem Konsum von rotem Fleisch wird zunehmend als gegebene Tatsache angesehen, an der es nicht viel zu rütteln gibt. Eine großangelegte Studie, publiziert im Journal Cancer Science, stellte diesem Gerücht jedoch jetzt ein Bein. [Weiterlesen...]
11. Juni 2007
Bisher wurden angehende Mütter mit Übergewicht selten von den behandelnden Gynäkologen motiviert, während der Schwangerschaft aktiv Gewicht abzunehmen. Zu groß war die Angst, das Ungeborene könnte dabei Schaden nehmen. Dennoch gibt es heutzutage mehr übergewichtige Frauen und Männer denn je. Und in kaum einer Lebensperiode ist der Mensch so empfänglich für eine Lebensstilmodifikation als während der Schwangerschaft. Zudem stehen schwangere Frauen unter ständiger ärztlicher Kontrolle und sind üblicherweise in allen gesundheitlichen Belangen hochmotiviert. [Weiterlesen...]
07. Juni 2007
Warum lässt dieselbe Ernährung einige von uns mehr Gewicht zunehmen als andere? Die Antwort könnte – wie schon so oft – in den Genen liegen. Mangelnde Bewegung und fehlendes Sättigungsgefühl sind zwei Hauptfaktoren für die Entwicklung von Übergewicht. Beide Vorgänge werden in derselben Hirnregion, dem Hypothalamus, gesteuert. Bei Hunger steigert der Hypothalamus den Bewegungstrieb, bei Sättigung wird dieser Trieb vermindert. [Weiterlesen...]
06. Juni 2007
Diäten mit geringem Kohlenhydratanteil (low carb) und hohem Fettanteil (ketogene Diät, Atkins Diät) haben in der Vergangenheit nachhaltig bewiesen, dass sie effizienten Gewichtsverlust zur Folge haben können. Durch das drastische Absinken des Blutzuckerspiegels ist der Körper bei dieser Ernährungsform gezwungen, auf andere Energieformen zurückzugreifen. Dafür werden in der Leber Ketonkörper aus den zuvor abgebauten Fettsäuren synthetisiert. Diese Ketone fungieren in weitere Folge als Hauptenergiequelle des menschlichen Organismus. Man nennt den dabei vorherrschenden Stoffwechselzustand Ketose. Er ähnelt Perioden starken Hungerns oder Fastenzeiten. Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) haben nun einen Haupmechanismus hinter dem Funktionieren der ketogenen Diät gefunden – FGF21 (Fibroblast Grwoth Factor 21). [Weiterlesen...]
04. Juni 2007
Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern. Die Diagnose »Asthma« ist jedoch nicht immer eindeutig zu stellen und stark vom untersuchenden Arzt abhängig. Ursache dafür ist die Vielzahl an möglichen Symptomen, von denen keines spezifisch für die Krankheit ist. Deswegen erstrecken sich auch die Angaben für die Häufigkeit von Asthma bronchiale in Deutschland über ein weites Spektrum. Tendenziell sind etwa 10% der Kinder und 5% der Erwachsenen betroffen. [Weiterlesen...]