12. September 2007
Konservierungsmittel und Lebensmittelfarbstoffe stehen schon geraume Zeit unter Verdacht, eine Rolle bei der Entstehung des Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) zu spielen. Kinder mit ADHS zeichnen sich durch ständigen Bewegungsdrang, Wutausbrüche, vermehrte Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten aus. Schätzungen gehen davon aus, dass 3-5% aller Schulkinder vom Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) bzw. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) betroffen sind. Im renommierten Journal The Lancet wurde nun eine wegweisende Studie zu diesem Thema veröffentlicht. [Weiterlesen...]
09. September 2007
Die Ursachen des Muskelkaters sind noch nicht zur Gänze geklärt. Mittlerweile ist jedoch die lange Zeit vorherrschende Lehrmeinung, Muskelkater werde durch die Übersäuerung mit Laktat erzeugt, obsolet. Vielmehr geht man heute davon aus, dass der quälende Schmerz vorwiegend durch Zerstörung kleinster Muskelstrukturen (Mikrotraumata) und die anschliessende Entzündungsreaktion entsteht. Daneben gibt es aber noch eine Reihe weiterer Theorien, die wohl letztlich in ihrem Zusammenspiel zum verhassten Muskelkater führen. Für den Sportler sind Strategien zur Vermeidung bzw. Therapie von Muskelkater ohnehin wichtiger als die Ursachen. [Weiterlesen...]
04. September 2007
Nitrite sind Bestandteile des Speichels und spezieller Nahrungsmittel (z.B. von Wurstprodukten). Sie werden vor allem im saueren Milieu, wie es beispielsweise im Magen vorherrscht, in krebserregende Nitrosamine umgewandelt. Vitamin C wird die Fähigkeit nachgesagt, die Bildung der Nitrosamine zu verhindern, indem es Nitrit in Stickoxid umbaut. Ein Forscherteam fand jedoch heraus, dass sich bei Vorhandensein von Fett im Magen die Wirkung von Vitamin C ins Gegenteil kehrt. [Weiterlesen...]
02. September 2007
Diabetes mellitus stellt aufgrund der steigenden Zahl an Erkrankten, den gesundheitlichen Folgen und der daraus resultierenden finanziellen Belastung für das Gesundheitsystem ein ernstzunehmendes Problem dar. Durch die zunehmend ungesunde Ernährung und den Mangel an Bewegung wird das Alter der Betroffenen immer jünger. Die Komplikationen der Zuckerkrankheit betreffen vor allem Blutgefäße und Nerven. Schäden an kleinen Gefäßen beeinträchtigen dabei Retina (Netzhaut) und Niere, Verkalkungen der großen Gefäße haben PAVK, Herzinfarkt oder Hirnschlag zur Folge. Ein Forscherteam hat nun eine mögliche Ursache für die Gefäßprobleme der Diabetiker gefunden und einen irreführenden Fehler aufgedeckt. [Weiterlesen...]
31. August 2007
Das Aufsehen war groß, als vor einigen Jahren die Bilder von muskelbepackten Mäusen und Rindern durch die Medien gingen. Bei diesen Tieren wurde das Myostatin inaktiviert – ein Gen, welches das Muskelwachstum einschränkt. Damit war der Wissenschaft ein entscheidender Schritt im Verständnis des Muskelwachstums gelungen. Die Aussichten waren fantastisch: Würde das Ausschalten von Myostatin auch beim Menschen gelingen, könnte man Patienten mit AIDS oder muskeldegenerativen Krankheiten entscheidend weiterhelfen. Auch die Supplementeindustrie sprang sofort auf den fahrenden Zug auf und verkaufte genauso überteuerte wie wirkungslose Myostatin-Blocker für Freizeitsportler – sozusagen Gendoping für zuhause. Eine Studie fand nun ein weiteres, hochwirksames Protein, das ähnlich dem Myostatin die Muskelsynthese reguliert - Follistatin. [Weiterlesen...]
30. August 2007
Durch die negative Kalorienbilanz im Rahmen einer Diät verliert man nicht nur Fett, sondern auch reichlich Muskulatur. Um dem entgegen zu wirken eignet sich vor allem Krafttraining. Mit Krafttraining kann man jedoch nicht nur den Muskelabbau verhindern, sondern auch zum Prozess des Abnehmens beitragen. Regelmäßiges Hantelstemmen verbrennt nämlich einerseits Kalorien und erhöht andererseits den Gesamtenergiebedarf des Körpers – denn je mehr Muskeln vorhanden sind, desto mehr Energie wird verbraucht. Krafttraining ist aber nicht gleich Kraftttraining! Es gibt viele beinflussbare Variablen wie Gewicht, Geschwindigkeit der Ausführung oder Übungsauswahl. [Weiterlesen...]
28. August 2007
Die Promotionkampagne rund um die rezeptfrei erhältliche Diätpille alli geht weiter. Vor einigen Wochen veröffentlichte Dr. Caroline Apovian ihr Buch The Alli Diet Plan: Your Essential Guide to Success with Alli
, in dem sie ein spezifisches Diätprogramm während der Einnahme von alli vorstellt. Das 352 Seiten umfassende Buch beinhaltet Menüs, Rezepte und ein Fitnessprogramm. Die Einnahme von alli ist für die Durchführung des Programms allerdings keine Voraussetzung. [Weiterlesen...]
24. August 2007
Es ist schon länger bekannt, dass Übergewicht zu Unfruchtbarkeit führen kann. Wie enutrio.de bereits berichtete (siehe hier), sind von dieser Tatsache sowohl Männer als auch Frauen betroffen. Die meisten Studien zu diesem Thema waren jedoch epidemiologischer Natur, d.h. es wurde ein Bevölkerungskollektiv beobachtet und ein Zusammenhang zwischen gewissen Merkmalen (Übergewicht) und Eigenschaften (Unfruchtbarkeit/Infertilität) hergestellt. Ein aktueller Report konnte nun die genau Ursache für Unfruchtbarkeit bei Frauen mit Übergewicht eruieren und sogar einen Weg finden, diese Effekte wieder rückgängig zu machen. [Weiterlesen...]
20. August 2007
Vitamin C (Ascorbinsäure) gilt seit seiner Bekanntmachung durch Linus Pauling als Allheilmittel. Laut medizinischer Literatur wirkt die Ascorbinsäure unter anderem positiv auf das Immunsystem, die Blutgefäße ud das Bindegewebe. Eine wichtige Rolle spielt Vitamin C auch als Antioxidans, da es freie Radikale im Körper abfängt und neutralisiert. Obwohl Vitamin C in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommt, wird heutzutage häufig auf Vitamin C Tabletten, Brausetabletten oder Multivitamintabletten zurückgegriffen. Vor allem zur Prävention und Behandlung von Erkältungen kommt die Ascorbinsäure gerne zum Einsatz – oft in hochdosierter Form. Nachdem eine Studie erst unlängst die Sinnhaftigkeit von Zink bei Erkältungen anzweifelte (siehe hier), gerät nun auch der Mythos ums Vitamin C ins wanken. [Weiterlesen...]
15. August 2007
Rauchen und dessen Auswirkungen stellen eine enorme finanzielle Belastung für das Gesundheitssystem dar. Aus diesem Grund wurden weltweit Programme gestartet, um das Rauchen einzuschränken. Neben der Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens ist Abschreckung eine beliebte, aber zweifelhaft erfolgreiche Strategie in der Bekämpfung der Nikotinsucht. So werden Bilder von Lungentumoren auf Zigarettenpackungen abgelichtet, Raucher zur Konfrontation in Krankenhäuser geschleppt und mit warnenden Sprüchen an das Gewissen der Betroffenen appelliert. Leider sind solche Maßnahmen oft nur von kurzer Dauer. [Weiterlesen...]
12. August 2007
Kohlenhydratarme (low-carb) Diäten wie die Atkins Diät, die South Beach Diät oder die LOGI-Methode sind nach wie vor populär. Statt Kartoffeln, Reis, Nudeln und Obst stehen bei diesen Ernährungsformen Fleisch, Eier, Fisch, Butter und Pflanzenöle auf dem Speiseplan. Die Gründe, warum trotz dieser fettreichen Ernährung die Pfunde purzeln, sehen Experten unter anderem im Verlust von Wasser und Langeweile in der Nahrungsauswahl. Durch den ausgeprägten Wasserverlust lassen sich die anfänglich sehr raschen Gewichtsverluste bei low-carb Diäten leicht erklären. Warum die Kilos bei den kohlenhydratarmen Diäten wirklich so schnell dahinschmelzen, hat eine Studie der medizinischen Universität von Philadelphia herausgefunden. [Weiterlesen...]
11. August 2007
Aufgrund neuester Forschungsergebnisse geben Experten unter anderem den beliebten und allseits propagierten Diätprodukten Schuld an der zunehmenden Problematik des Übergewichts. Insbesondere bei Kindern soll durch den Konsum von kalorienarmen Lebensmitteln eine Art geschmackskonditionierender Prozeß stattfinden.Ein Forscherteam untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Geschmack bestimmter Lebensmittel, der darin enthaltenen Kalorienmenge und den tatsächlich zugeführten Kalorien. [Weiterlesen...]
10. August 2007
Die seit Ende 2006 in Deutschland erhältliche Diätpille Acomplia mit dem Wirkstoff Rimonabant gerät immer mehr ins Kreuzfeuer der Kritik. Noch vor wenigen Monaten wurde die Freigabe von Acomplia für den amerikanischen Markt durch die FDA abgelehnt. Grund waren die gehäuft auftretenden psychischen Störungen bei Einnahme der Diätpille, die im Gegensatz zur Diätpille alli nur gegen Rezept erhältlich ist. Anders als die FDA lies sich die europäische Arzneimittelbehörde EMEA nicht durch die Stimmungsveränderungen, Angst, Depression, Schlafstörungen unter der Einnahme von Acomplia beeindrucken. [Weiterlesen...]
08. August 2007
Jeder Erwachsene erkrankt im Schnitt dreimal und jedes Kind bis zu zehnmal jährlich an einer Erkältung. Es wird zwar seit geraumer Zeit nach einer wirksamen Therapie gegen diese lästige Krankheit gesucht – man stelle sich das finanzielle Potential vor! – , bislang konnte jedoch kein wirksames Medikament gefunden werden. Das öffnet natürlich Tür und Tor für so manche Scharlatanerie, nicht umsonst ist der Markt voll mit unwirksamen, dafür meist sehr teuren Wundermitteln gegen Erkältungen. Neben einer Reihe von Hausmitteln galten bislang Vitamin C und Zink als sinnvolle Maßnahmen bei der Therapie von Erkältungen. Eine aktuell veröffentlichte Meta-Studie lässt jedoch auch an der Effizienz von Zink zweifeln. [Weiterlesen...]
05. August 2007
Die Diätpille alli, die denselben Wirkstoff wie Xenical (Orlistat) in niedrigerer Dosierung enthält, ist seit Juni 2007 in den USA ohne Rezept erhältlich. Von den Experten mehrheitlich stark kritisiert, doch von vielen Menschen mit Übergewicht heiß ersehnt, konnte alli anfangs sehr gute Verkaufszahlen aufweisen. Bald pendelte sich der Absatz von alli jedoch an der unteren Bandbreite der Erwartungen ein. Vor allem wegen dem Preis und der Nebenwirkungen der Diätpille entschieden sich viele potentielle Käufer vorerst gegen alli. [Weiterlesen...]