03. Februar 2008
Der Markt ist voll von frei erhältlichen Hormonpräparaten, vor allem das Internet eröffnet diesbezüglich ein breites Spektrum an mehr oder minder legalen Bezugsmöglichkeiten. Versprochen werden Muskelwachstum, gesteigerte Leistungsfähigkeit und Hilfe bei Potenzproblemen. Unglücklicherweise unterliegen diese Supplemente nicht den strengen Richtlichen medizinischer Präparate und so tummeln sich viele Produkte mit falscher und/oder fehlender Deklaration der Inhaltsstoffe, Verunreinigungen und möglicherweise gezielten Irreführungen. Diverse qualitative und quantitative Untersuchungen von Supplementen, z.B. durch die Sporthochschule Köln, konnten das bereits eindrucksvoll bestätigen. Dass sich hinter den genauso fantasievollen wie erfolgsversprechenden Produktnamen sogar lebensbedrohliche Mixturen verbergen können, beweist nun ein aktueller Fallbericht (publiziert im Clinical Cancer Research). [Weiterlesen...]
05. Januar 2008
Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass Omega-3 Fettsäuren die Entstehung einer Alzheimer Demenz wirkungsvoll verhindern bzw. verzögern können (enutrio.de berichtete hier). Vor allem das sogenannte DHA (Docosahexaenosäure) wird für diesen positiven Effekt verantwortlich gemacht. Zu finden sind die gesunden Omega-3 Fettsäuren hauptsächlich in fetten Fischen wie Lachs, Hering oder Makrelen. Eine Forschergruppe aus Californien fand nun heraus, über welchen Wirkmechanismus Omega-3 Fettsäuren ihren neuroprotektiven Effekt entfalten. [Weiterlesen...]
14. Dezember 2007
Aus wissenschaftlichen Untersuchungen weiß man, dass der Body Mass Index (BMI) eng mit dem Vorhandensein von SHBG (Sex-Hormon bindendes Globulin) korreliert. Je höher der BMI, desto geringer sind die Konzentrationen von SHBG im Blut. Im Umkehrschluss wird der SHBG-Level deshalb auch als Biomarker für das Metabolische Syndrom (Bluthochdruck, Diabetes melllitus, Fettstoffwechselstörungen) und das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Herzinfarkt) herangezogen. Die Ursache für diesen Zusammenhang sehen Experten in einem erhöhten Insulinspiegel bei übergewichtigen Personen, der auf einem bisher noch unbekanntem Weg die Produktion von SHBG in der Leber reduzieren soll. Eine aktuelle Studie fand nun jedoch eine andere Erklärung. [Weiterlesen...]
16. November 2007
In der heutigen Gesellschaft gelten Karriere, Erfolg und perfektes Aussehen als maßgebliche Faktoren für soziale Anerkennung. Oft bleibt auf dem Weg zum Erreichen dieser Ziele die Zeit auf der Strecke, sodaß nach möglichst schnellen Lösungen für alle Lebensbereiche gesucht wird. Auch denjenigen Menschen, die durch das vorgegebene Raster des Erfolgs fallen und ihren Frust mit Essen besänftigen, fehlt häufig die Motivation und Kraft, sich aus eigenen Stücken dem Körperkult hinzugeben. Damit scheint der derzeitige Boom an Diätpillen wie Xenical (Orlistat), Reductil (Sibutramin) oder Acomplia (Rimonabant, auch bekannt unter Zimulti), der sich durch sämtliche Gesellschaftsschichten zieht, eine logische Konsequenz zu sein – »Pille schlucken und weg mit den Pfunden« heißt die Devise. Selbst den Aufwand, sich die Tabletten beim Arzt verschreiben lassen zu müssen, können sich amerikanische Staatsbürger seit Einführung des rezeptfreien Xenical-Abkömmlings alli sparen, der 2008 auch in Europa frei erhältlich sein soll. [Weiterlesen...]
11. November 2007
Werden Sie mitternachts wach und genehmigen sich dann einen kleinen Snack? Wenn Sie sich jetzt betroffen fühlen, scheinen Sie eine gestörte innere Uhr zu besitzen. Doch was bedeutet das für Sie? Alle Organismen folgen dem sogenannten zirkadianen Rhythmus. Dieser Rhythmus bestimmt, wann beispielsweise Pflanzen die Blüten öffnen oder Tiere aus dem Winterschlaf erwachen. Auch das Leben der Menschen wird durch diese biologische Uhr gelenkt – der Hormonspiegel sinkt und steigt mit der Tageszeit (z.b. Cortisol, Testosteron, Östrogen, Insulin etc.), die Köpertemperatur verändert sich, körperliche Aktivität, Gemüt und Laune, Flüssigkeitsbilanz, Herzfunktion, Nahrungs- und Sauerstoffaufnahme werden beeinflußt. Eine amerikanische Forschergruppe untersuchte die Auswirkungen der Ernährung auf den zirkadianen Rhythmus. [Weiterlesen...]
28. Oktober 2007
Es hört sich so einfach an und ist dennoch so schwer umzusetzen: »Iß weniger als du brauchst und du wirst abnehmen«. Diese Worte klingen fast wie eines der zehn Gebote und sind – betrachtet man die bedrohliche Pandemie des Übergewichts – wohl auch genauso schwer einzuhalten. Deshalb sucht die Wissenschaft nach gut verdaulichen Erklärungen für diese Entwicklung, wie etwa genetische Prädisposition, psychisch überlagertes Essverhalten oder Hormonstörungen. Die Phrase »mangelnde Disziplin« findet man in der Liste der Ursachen jedoch so gut wie nie. Da wundert es auch nicht, dass eines der übergewichtigsten Völker der Welt, nämlich die Amerikaner, sogar anderen die Schuld an ihrem eigenen Gewicht zuschieben wollen. Denn in den letzten Jahren erschienen immer wieder Studien, die bestimmte Viren mit Übergewicht bei Tieren und Menschen in Verbindung brachten. Ein Review-Artikel fasste die aktuelle Studienlage zusammen. [Weiterlesen...]
14. Oktober 2007
Chocolatiers teilen die Menschen in zwei Arten ein: Solche, die Schokolade lieben und solche, die das nicht tun. Obwohl diese Betrachtungsweise denkbar einfach ist, steckt doch ein Funken Wahrheit darin. Zwar ernähren sich Schokoladeliebhaber nicht zwangsweise ungesund, dennoch gibt es viele unter ihnen, die ihr Leben lang gewissenhaft jede Ernährungsempfehlung ignorieren und sich bester Gesundheit erfreuen. Auf der anderen Seite gibt es eine Gattung Mensch, dessen Cholesterin schon beim puren Betrachten eines Steaks zu steigen beginnt. Doch was ist die Ursache dafür? Wissenschaftler machten sich genau über diese Frage Gedanken und gründeten neuen Wissenschaftszweig der »Nutrimetabonomics«. [Weiterlesen...]
09. Oktober 2007
Kartoffeln werden üblicherweise nicht mit Vitaminen, Flavonoiden, Phytonährstoffen oder anderen gesundheitsförderlichen Substanzen in Verbindung gebracht. Vielmehr wird besagte Knolle mit einer billigen, wohlschmeckenden und kohlenhydratreichen Nahrungsquelle. In Amerika zählt das Nachtschattengewächs in seinen variantenreichen Darbietungsformen zu den beliebtesten Gemüsearten – allerdings vorwiegend in Form von Pommes frites und Chips. Europa hinkt dieser Entwicklung etwas nach, so wird die vor 100 Jahren täglich in Deutschland konsumierte Menge von knapp einem Kilo längst nicht mehr erreicht. Das könnte sich als großer Fehler entpuppen, wie eine aktuelle Studie des amerikanischen Agricultural Research Service (ARS) beweist. [Weiterlesen...]
03. Oktober 2007
Die USA scheint seine Rolle als Land der Gegensätze immer mehr zu bestätigen. So kann man etwa Schusswaffen frei kaufen, während von riesigen Plakatwänden »The Lord is with you« herunterprangert. Genauso bewegt sich laut einer aktuellen Studie der Konsum von (vermeintlich gesunden) Nahrungsergänzungsmitteln (Supplementen) bei Kindern in ungeahnten Sphären, während kaum ein Land einen derart ungesunden Lebensstil vorweisen kann. Erstaunlicherweise beginnt die Supplementation von Vitaminen, Mineralstoffen oder Omega-3 Fettsäuren bereits im Säuglingsalter. [Weiterlesen...]
01. Oktober 2007
Der Glykämische Index (GI) beschreibt, wie schnell ein kohlenhydratreiches Lebensmittel den Blutzuckerspiegel im Vergleich zu Glucose ansteigen lässt. Anwendung findet der Glykämische Index vor allem bei Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Es gibt mittlerweile auch eine Reihe von Diäten, die auf den Glykämischen Index aufbauen, so zum Beispiel die Glyx-Diät, die Montignac Methode oder die LOGI-Diät. Dabei ist die Rechnung so einfach: Man nimmt ein Lebensmittel, sucht in der Tabelle nach dem entsprechenden Glykämischen Index und schon weiß man alles, was man braucht. Doch ganz so simpel ist die Angelegenheit laut einer aktuellen Studie dann doch nicht. [Weiterlesen...]
26. September 2007
Broccoli könnte der neue Star am Gesundheitshimmel werden. Aus einer chemischen Komponente dieses und anderer Kreuzblütengewächse (wie Grünkohl oder Weißkohl) entsteht bei der Verdauung der Wirkstoff 3,3′-Diindolylmethan, kurz DIM genannt. Diindolylmethan ist vielen Vegetariern bereits ein Begriff, denn in Tierstudien konnte gezeigt werden, dass es das Wachstum bestimmter Krebsarten zu hemmen vermag. Eine neue Studie bescheinigt DIM nun auch eine positive Wirkung auf das Immunsystem. [Weiterlesen...]
24. September 2007
Das vor allem in Getreideprodukten, Nüssen, Samen und Pflanzenölen vorkommende Vitamin E (Tocopherole) ist ein Liebkind der Pharmaindustrie. Dem billig herzustellenden Verkaufsschlager werden eine Vielzahl von Wirkungen auf den menschlichen Körper nachgesagt. So gilt das fettlösliche Vitamin E als potentes Antioxidans und sog. Antisterilitätsvitamin, es soll vor Herzinfarkt, Krebs, Alzheimer, Bluthochdruck, Zellalterung (Anti-Aging) schützen, die Durchblutung fördern und Gefäßablagerungen verhindern. Bisher konnte jedoch keine dieser Wirkungen eindeutig bewiesen werden, denn die Studienlandschaft bietet – wenn überhaupt seriöse Arbeiten zu den einzelnen Wirkungen zu finden sind – eher uneinheitliche und letztlich kaum verwertbare Ergebnisse. [Weiterlesen...]
21. September 2007
Übergewicht ist das Resultat eines Ungleichgewichts zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch. Die Verfügbarkeit von hochkalorischen Speisen, die meistens sehr fettreich sind, prädisponiert zur Gewichtszunahme. Dieser Umstand lässt sich anhand der aktuellen Statistiken zum Thema Übergewicht mehr als deutlich veranschaulichen. Bisher gibt es am Menschen jedoch nur eine geringe Anzahl von Untersuchungen, die sich mit den Auswirkungen von fettreicher Enährung auf die Lipolyse (=Freisetzung von Fettsäuren aus den Fettdepots) beschäftigen. Vor allem im Zusammenhang mit den immer mehr im Steigen begriffenen Zivilisationskrankheiten (Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Gefäßverkalkung etc.) wäre dies aber ein nützlicher Informationsgewinn. [Weiterlesen...]
17. September 2007
Der Süßstoff Aspartam war lange Zeit im Kreuzfeuer der Kritik, da Aspartam für Krankheiten wie Hirntumoren, Kopfschmerzen, Epilepsie, Morbus Parkinson, Alzheimer Demenz, Blindheit, Depressionen, Beeinträchtigung der Intelligenz und des Kurzzeitgedächtnisses u.v.m. verantwortlich gemacht wurde. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Studien, die diese Wirkungen widerlegen. Dennoch ist die vermeintlich schädigene Wirkung von Aspartam in den Medien immer noch ein gern diskutiertes Thema. Eine großangelegte Review-Studie durchforstete nun sämtliche wissenschaftliche Arbeiten, die ab dem Jahr 1970 zur Sicherheit von Aspartam durchgeführt wurden. Das Ergebnis war eindeutig. [Weiterlesen...]
13. September 2007
Im Kampf gegen die weltweit steigende Rate an Menschen mit Übergewicht sind Strategien zur Bekämpfung dieser Pandemie äußerst gefragt. Da der Mensch jedoch grundsätzlich zur Faulheit neigt, kommt regelmäßiger Sport immer mehr aus der Mode. Stundenlanges Sitzen auf dem Fahrrad oder einsames Laufen am Straßenrand ist vielen einfach zu langweilig bzw. anstrengend. Fehlende Motivation lässt die heimatliche Couch – trotz aller guten Vorsätze – schon bald wieder zum besten Freund werden. Forscher fragten sich, wie der Spaßfaktor beim Sport wiederbelebt werden könne und besinnten sich dabei auf traditionelle Ballkünste – das Fußballspielen. Doch ist Fußballspielen gesundheitlich wirklich empfehlenswert? [Weiterlesen...]