Krill Öl

04. März 2007

Krill Euphausia superbaAufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Krill Öl ist es an der Zeit, die aktuelle Studienlage näher zu erläutern und kritisch zu betrachten. Diese ist zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr dünn, damit aber auch überschaubar. Im folgenden Artikel werden Sie erfahren, ob die vollmundigen Werbetexte der Hersteller von Krill Öl auch wirklich das halten, was sie versprechen und wie dieses Öl in Gegenüberstellung mit Fischöl abschneidet. Da ist etwa die Rede von Krill Öl als bestes Antioxidans, Anti- Aging Mittel, Lipidsenker, Therapieoption bei Prämenstruellem Syndrom und Arthritis und vielem mehr. Ist Krill Öl wirklich ein Allheilmittel?

Zunächst noch ein paar allgemeine Informationen zum Krill:

Krill ist ein Sammelausdruck für bestimmte Krustentiere, bekannt als Euphausiidae. Ihre bekannteste Art ist der sogenannte »Antarktische Krill« Euphausia superba. Er gehört zu den häufigsten und erfolgreichsten Tierarten der Welt, denn seine Biomasse von ca. 500-900 Millionen Tonnen ist wahrscheinlich größer als die jeder anderen mehrzelligen Tierart. Der Antarktische Krill stellt somit einen wesentlichen Bestandteil des Ökosystems dar und ist Ernährungsgrundlage vieler Meerestiere wie Wale oder Robben.

Ein Krill wird etwa 5-7 Jahre alt, sie leben vorzugsweise in riesigen Schwärmen, die sich über einige Kilometer erstrecken können. Da der Krill keine großartigen Fettreserven anzulegen scheint, ist sein Überleben im antarktischen Winter immer noch Gegenstand der Forschung. Zwar ernähren sie sich in diesem Zeitraum von Algen und abgestorbenem Biomaterial, Studien weisen jedoch darauf hin, dass der Krill wohl auch auf andere Energiespeicher des Körpers zurückgreift als auf Fett, denn er kann bis zu 200 Tage ohne Nahrung überleben.

Das Krill Öl wird aus dem Körper der Krebse extrahiert. Es enthält neben Omega-3 (DHA, EPA) und Omega-6 Fettsäuren noch Vitamin A, Vitamin E, Asthaxanthin und Canthaxanthin.

Zusammensetzung einer 1000 mg Kapsel anhand des Beispiels Neptune Krill Oil:

Phospholipid-Omega-3 Komplex 400 mg
Omega-3 Fettsäuren, insgesamt 300 mg
EPA (Eicosapenthaensäure) 150 mg
DHA (Docosahexansäure) 90 mg
Omega-6 Fettsäuren, insgesamt 20 mg
Omega 9 (Ölsäure) 70 mg
Esterifiziertes Astaxanthin 1,5 mg
Vitamin A 100 IE
Vitamin E 0,5 IE

Die Fettsäuren des Krill Öls liegen als Phospholipide vor. Dies unterscheidet sie in ihren chemischen Eigenschaften wesentlich von normalem Fischöl, wo die Omega-Fettsäuren als Triglyceride vorliegen. Im Rahmen der nun folgenden Studienvorstellung wird noch näher auf diesen Umstand sowie die weiteren Vor- und Nachteile des Krill Öls eingegangen, weshalb ich es erstmal bei diesen vorausschickenden Informationen belasse.

Studienübersicht zu Krill Öl

Ruggiero-Lopez D et al. (1994). Vergleichende Effekte von Maisöl, Fischöl und Krill Öl auf die intestinale Glycosylierung [1]

Diese 1994 durchgeführte Studie untersuchte die Verträglichkeit von Krill Öl, um es als mögliche Öl- und Proteinquelle für den Menschen zu etablieren.

Dazu wurde jungen Ratten Krill-Öl, Fischöl und Maisöl zum Zeitpunkt des Abstillens verabreicht. In diesem Zeitabschnitt ist die Verdauung der Jungen äußerst anfällig. Messparameter war die Fucosylation im Darm, ein sehr sensibler biochemischer Prozess, wo Fucose (Zucker) an Proteine gebunden wird und sog. Glykoproteine entstehen.

Supplementation von Krill-Öl führte im Gegensatz zu Fischöl und Maisöl kaum zu einer Beeinflussung der Glykoproteinproportionen im Darm. Dies beweise lt. den Autoren der Studie die Harmlosigkeit von Krill-Öl und unterstreiche den möglichen Nutzen in der menschlichen Ernährung.

Sampalis F et al. (2003). Evaluierung der Effekte von Neptune Krill Öl auf das Prämenstruelle Syndrom und Dysmenorrhoe [2]

Diese Studie setzte sich zwei Aufgaben: Zum einen sollte die Effektivität von Krill Öl bei der Behandlung von Dysmenorrhoe und dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) untersucht, zum anderen sollten die Ergebnisse mit Fischöl verglichen werden

Unter Dysmenorrhoe versteht man Regelschmerzen, beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) treten einige Tage vor Eintreten der Regelblutung Symptome wie Übelkeit, Migräne, Unterleibsschmerzen, Brustschmerzen (Mastodynie), Müdigkeit, Hautveränderungen, Depressionen und eine Vielzahl weiterer Beeinträchtigungen auf.

Die genauen Ursachen für diese Krankheiten sind noch nicht bekannt, vermutet wird eine Kombination aus hormonellen und ernährungstechnischen Faktoren, die zu einer gesteigerten entzündlichen Reaktion führen sollen. Und genau hier kommt Krill Öl ins Spiel, denn die essentiellen Fettsäuren haben sowohl Einfluß auf den Hormonhaushalt, als auch auf Entzündungsvorgänge.

Entzündungen werden durch sogenannte Prostaglandine mediiert, welche aus der Arachidonsäure (Omega-6 Fettsäure) synthetisiert werden. Kurz vor der Menstruation kommt es durch die hormonellen Änderungen (Progesteronabfall) zu einer gesteigerten Produktion von diesen proinflammatorsischen (entzündungsfördernden) Prostaglandinen. Omega-3 Fettsäuren (hauptsächlich EPA und DHA) konkurrieren jedoch mit den Omega-6 Fettsäuren um die prostaglandinproduzierenden Enzyme. Dadurch werden erstens weniger entzündungsfördernde (aus den Omega-6 Fettsäuren) und zweitens mehr entzündungshemmende Prostaglandine (aus den Omega-3 Fettsäuren) produziert.

In oben genannter Studie mussten 70 Frauen, randomisiert in 2 Gruppen, für 3 Monate jeweils zwei 1g-Kapseln von Neptun Krill Öl bzw. Fischöl (18% EPA, 12% DHA) einnehmen und zu definierten Zeitpunkten standardisierte Fragebögen bezüglich ihrer emotionalen und körperlichen Beschwerden ausfüllen.

Die Resultate zeigten eine signifikante (P < 0,001) Verbesserung des körperlichen und emotionalen Beschwerdebildes bei beiden Probandengruppen. Ebenso zeigte sich bei beiden Gruppen ein signifikanter Rückgang der Einnahme von Schmerzmitteln im Laufe der Supplementationsphase. Im Vergleich der beiden Probandengruppen konnte weiters aufgezeigt werden, dass die Probanden mit Krill Öl insgesamt weniger Schmerzmittel einnahmen als die Fischöl-Gruppe. Damit erwies sich Krill Öl als effektiver in der Behandlung des PMS (emotional und körperlich) als herkömmliche Fischölkapseln.

Kritik: Durchführende Forschungsleiterin dieser Studie war Dr. Tina Sampalis. Sie ist Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung der Neptune Technologies, wo Krill Öl produziert wird. Zwar müssen diese Studien gewissen Standards gerecht werden, aber kein Forscher der Welt wird das Produkt seiner eigenen Firma schlecht darstellen. Somit würde ich die obigen Ergebnisse zwar zur Kenntnis nehmen, sie aber in einem etwas besänftigerenden Licht betrachten. Krill Öl wird bestimmt seine Wirkung bezüglich der betreffenden Krankheiten haben, ob und wieviel besser als Fischöl sei jedoch dahingestellt.

Bunea R et al. (2004). Evaluierung der Effekte von Neptune Krill Öl auf den klinischen Verlauf von Hyperlipidämie [3]

Diese Studie untersuchte die Auswirkungen von Krill-Öl im Vergleich zu Fischöl auf die Blutfette.

Dazu wurden 120 Patienten mit Hyperlipidämie (erhöhte Blutfette) in vier Gruppen eingeteilt.

  • Gruppe A erhielt abhängig vom BMI täglich 2-3 g Krill-Öl täglich (BMI<30 2g, BMI>30g),
  • Gruppe B 1-1,5g (BMI<30 1g, BMI>30 1,5g). Diese Gruppe führte nach den ersten 90 Tagen ein weitere Supplementation mit 500mg Krill-Öl für weitere 90 Tage fort.
  • Gruppe C erhielt 3g Fischöl (180mg EPA und 120mg DHA pro Gramm) und
  • Gruppe D erhielt täglich ein Placebo.

Jede dieser Gruppen musste das jeweilige Öl für 90 Tage einnehmen, in dieser Zeit und danach fanden regelmäßige Kontrollen der relevanten Blutwerte (Gesamtcholesterin, HDL, LDL, Triglyceride, Glucose) statt.

Es zeigte sich, dass Krill- und Fischöl das Blutfettprofil verbessern können, indem sie das Gesamtcholesterin, LDL und die Triglyceride senken und HDL erhöhen. Das Ausmaß dieser Verbesserung war beim Krill-Öl bis zu einem gewissen Grad dosisabhängig und dem Fischöl bei gleicher täglicher Dosierung (3g) signifikant überlegen (siehe Tabellen). Auch die relativ gering dosierte Fortführung der Supplementation für weitere 90 Tage in Gruppe B mit 500mg Krill Öl täglich zeigte signifikante Verbesserungen in der Langzeitregulation der Blutfette.

1g Krill

2g Krill

0 Tage, mg/dl

90 Tage, mg/dl

%

0 Tage, mg/dl

90 Tage, mg/dl

%

Gesamtcholesterin 235,83 204,12 -13,44% 247,42 202,58 -18,13%
LDL 167,78 114,05 -32,03% 182,86 114,43 -37,42%
HDL 57,22 82,35 +43,92% 51,03 79,25 +55,30%
Triglyceride 120,50 107,21 -11,03% 160,37 116,07 -27,62%

3g Krill

3g Fischöl


0 Tage, mg/dl

90 Tage, mg/dl

%

0 Tage, mg/dl

90 Tage, mg/dl

%

Gesamtcholesterin 250,52 205,67 -17,90% 231,15 217,55 -5,88%
LDL 172,81 105,16 -39,15% 121,67 117,83 -4,56%
HDL 64,18 102,45 +59,64% 56,64 59,03 +4,22%
Triglyceride 152,77 112,27 -26,51% 140,87 136,44 -3,15%

Erhaltungsdosis 500mg (90d 1g)

0 Tage, mg/dl

180 Tage, mg/dl

%

Gesamtcholesterin 235,83 192,53 -18,90%
LDL 167,78 107,47 -44,40%
HDL 57,22 77,71 +33,40%
Triglyceride 120,50 89,89 -25,40%

Wie aus den Tabellen ersichtlich, zeigt sich bei der Supplementation von Krill Öl ein relativ großer Sprung in den Ergebnissen von 1g auf 2g täglich, von 2g auf 3g sind die Verbesserungen nur noch marginal. Auffällig ist der sehr hohe Unterschied in den Resultaten zwischen Krill-Öl und Fischöl in der 3 g Dosierung: Gesamtcholesterin -17,90% (Krill) versus -5,88 (Fisch), LDL -39,15% versus -4,56%, HDL +59,64% versus +4,22%, Triglyceride -26,51% versus -3,15%.

Kritik: Mit Kritik tue ich mir hier etwas schwer. Das Studiendesign ist weitgehend in Ordnung, nur erscheinen mir die Ergebnisse schlichtweg unglaubwürdig. Krill Öl würde damit nämlich nicht nur Fischöl schlagen, sondern auch die meisten der am Markt erhältlichen, lipidsenkenden Medikamente.

Ruxandra Bunea, die Erstautorin dieser Studie, war übrigens auch schon an der zuvor genannten Studie mit Dr. Sampalis beteiligt. Eventuell sollte man diesen Umstand in die Ergebnisinterpretation miteinbeziehen.

Werner A et al. (2004). Behandlung des EFA-Mangels mit Triglyceriden oder Phospholipiden in einem Mausmodell mit extrahepatischer Cholestase [4]

In dieser Studie wurde an Mäusen die Bioverfügbarkeit von Omega-3 Fettsäuren mit unterschiedlichen chemischen Bindungspartnern überprüft. Omega-3 Fettsäuren liegen in Fischöl als Triglyceride vor, im Krill-Öl als Phospholipide.

Die Mäuse wurden dafür in 2 Gruppen eingeteilt: In Gruppe 1 wurde ein Gallestau (Cholestase) hervorgerufen, was als Folge die Fettresorption im Darm behinderte, Gruppe 2 bestand aus gesunden Mäusen. Primäres Ziel der Studie war herauszufinden, ob Phospholipide (Krill) bei Gallestau besser aufgenommen werden können als die Triglyceridform der Omega-3 Fettsäuren.

Erst wurden die Mäuse drei Wochen lang sehr fettreich ernährt, dann wurden einem Teil operativ die Gallengänge abgebunden, um die gewünschte Cholestase hervorzurufen. Die Cholestase- und Nicht-Cholestase-Mäuse wurden daraufhin entweder weiter sehr fettreich ernährt oder bekamen Omega-3 Fettsäuren in Form von Triglyceriden oder Phospholipiden für weitere 3 Wochen supplementiert. Anschließend wurde das Fettsäureprofil im Blut, in den Erythrocyten (rote Blutkörperchen), der Leber und im Gehirn analysiert.

Es zeigte sich, dass bei Vorhandensein einer Cholestase Omega-3 Fettsäuren als Phospholipide (also beispielsweise Krill-Öl) das Fettsäureprofil positiver beeinflussen konnten als die Triglyceridfraktion.

Kritik: In der Werbung für Krill-Öl wird diese »bessere Resorption« immer sehr vollmundig propagiert. Dabei wird jedoch die Tatsache gern vergessen, dass dieser Umstand nur bei Vorhandensein einer Fettresorptionsstörung zutrifft. In der Tat zeigte sich nämlich in der oben genannten Studie bei gesunden Mäusen KEIN signifikanter Unterschied zwischen der Triglycerid- oder Phospholipidsupplementation bezüglich des Fettsäureprofils.

Die Ursache ist leicht verständlich: Triglyceride sind in Wasser unlöslich (lipophil bzw. hydrophob), d.h. sie benötigen die fettlösliche Galle um in Lösung zu gehen und vom Darm aufgenommen werden zu können. Nach der Aufnahme der Spaltprodukte der Triglyceride durch die Darmzellen (Enterozyten) werden diese wieder zusammengebaut und über die Lymphe als Chylomikronen zur Leber transportiert. Phospholipide hingegen sind relativ unabhängig von der Gallensekretion, denn durch ihre ambiphilen Eigenschaften können sie sowohl mit Wasser als auch mit Fett partiell in Lösung gehen. Außerdem müssen sich nicht – wie die Triglyceridform – erst in ihre Einzelteile zerlegt werden, sondern können als Ganzes oder teilverdaut (lyso-PL) aufgenommen werden.

Nicht belegbare Studien und Werbebotschaften

Folgend werden in der Werbung angepriesene Aussagen näher beleuchtet. Die meisten dieser Aussagen werden zwar mittels Studien belegt, diese sind jedoch nicht in den einschlägigen Journals gelistet und wurden somit niemals offiziell publiziert. Durchgeführt und finanziert wurden diese Studien zum Großteil von der Neptune Company, ihre Aussagekraft und Verwertbarkeit muss somit etwas relativiert bzw. diffiziler betrachtet werden.

Krill Öl als Antioxidans und Anti Aging Mittel

Es wird angenommen, dass Alterungsprozesse des Menschen mit der Aktivität freier Radikale in Zusammenhang stehen. Freie Radikale entstehen beispielsweise durch Streß, UV-Einstrahlung oder Rauchen. Antioxidantien können diese freien Radikale abpuffern, deshalb kommt hier das Schlagwort »Anti-Aging« ins Spiel.

Der ORAC Wert (Oxygen Radical Adsorbance Capacity) beschreibt die antioxidative Kapazität eines Lebensmittels. Dabei gibt es Lebensmittel mit erstaunlicher antioxidativer Kraft, so stehen Trockenpflaumen mit einem ORAC-Wert von 5770 pro 100g in der vordersten Reihe der Liste, gefolgt von Rosinen mit 2830, Heidelbeeren mit 2400 oder Brombeeren mit 2036.

Die Vitamine A und E haben einen ORAC-Wert von 1,25, Lutein und Fischöl von 8, Coenzym Q10 von 11, Astaxanthin von 51. Der ORAC-Wert von Krill Öl wurde in den »Brunswick Laboratories of Wareham« gemessen und beträgt 378.

Kritik: Der ORAC-Wert des Krill Öls ist zwar ganz gut und auch um einiges höher als bei Fischöl oder Vitamin A/E, man sollte sich davon allerdings nicht blenden lassen, denn die Angaben beziehen sich immer auf 100g. Wenn man also 100×1000mg-Kapseln Krill Öl nimmt kommt man rein rechnerisch auf dieselbe antioxidative Kapazität wie mit 6,55g Trockenpflaumen. Außer dem Fall, dass man sich Scheren und Fühler wachsen lassen will, sehe ich keinen Nutzen, Krill Öl als primäres Antioxidans zu verwenden. Auch wenn man die Preise betrachtet, fährt man beispielsweise mit Trockenpflaumen um ein Vielfaches besser.

Krill Öl als Entzündungshemmer und Arthritis Medikament [6]

In dieser Studie wurden 90 Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen, rheumatoider Arthritis oder Osteoarthitis für 30 Tage jeweils 300 mg Krill Öl (45 Patienten) oder ein Placebo (45 Patienten) verabreicht. Nach je 7, 14 und 30 Tagen wurde das C-reaktive Protein (CRP, ein unspezifischer Entzündungsparameter) gemessen und ein Osteoarthritisfragebogen ausgefüllt.

Das Ausgangs-CRP in der Krill Öl Gruppe war durchschnittlich 2,49 mg/dl, nach 7 Tagen 2,01 mg/dl (-19,3%), nach 14 Tagen 1,75 mg/dl (-29,7%) und nach 30 Tagen 1,72 mg/dl (-30,9%).

Dem Fazit der Studie nach zeigte sich hier eine signifikante Reduktion des CRP bei Verabreichung von 300 mg Krill Öl täglich.

Kritik: Hier treffen wir unsere alte Bekannte, Frau Dr. Sampalis (Angestellte von Neptune Technologies) wieder. Das alleine ist noch zwar kein Ausschlusskriterium, die Studie ist jedoch in Design, Durchführung und Ergebnisinterpretation absoluter Humbug und hat nicht zu Unrecht kein Journal zur Veröffentlichung gefunden.

Das CRP ist ein sog. Akute-Phase Protein und als absolut unspezifischer Entzündungsparameter anzusehen. Die in der Studie angeführten Werte von 1,7 bis 2,5 mg/dl bewegen sich in viel zu engen Kreisen, um wirkliche Kausalitäten daraus abzuleiten. Denn das CRP ist ein extrem sensitiver Parameter, der sich erstens schon bei den geringsten entzündlichen Vorgängen im Körper verändert und zweitens auch von unspezifischen Einflussgrössen wie Rauchen, orale Kontrazeptiva (Pille) oder Hormontherapie abhängt. Eine Änderung von 2,49 auf 1,72 mg/dl sagt schlichtweg gar nichts aus. Außerdem wären bei rhemautoiden Erkrankungen Paramter wie etwa die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) auch sehr interessant gewesen.

Die letzte Frage, die sich mir aufwirft: Was haben in einer Studie zur Abklärung der Auswirkungen von Krill Öl auf rheumatoide Erkrankungen Patienten mit kardiovaskulären Krankheiten im Probandenkollektiv zu suchen?

Sicherheit

Über einen Zeitraum von 6 Monaten (entspricht lt. Studie 27 Menschenjahren) wurde bei Mäusen 16,6% der täglichen Nahrung mit Krill Öl ausgefüllt. Die gleichwertige Dosis bei einem 70kg schweren Menschen entspricht 23,1 g Krill Öl täglich, also das 7-11fache der empfohlenen Tagesdosis. Es konnten keine negativen Auswirkungen auf die Mäuse ausgemacht werden, untersucht wurden Gehirn, Lungen, Magen, Pankreas, Leber, Nieren, Gebährmuter, Prostata, Darm und Haut.

Kritik: Keine. Die Studie wurde firmenintern durchgeführt und ist meines Wissens nicht allgemein zugänglich.

Blutungen

Das sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Blutungen sind kein Problem des Krill Öls im Speziellen, sondern vielmehr von Omega-3 Fettsäuren im Allgemeinen. Selbst der Ausdruck »Problem« scheint hier übertrieben.

Erhöhte Blutungszeiten (jedoch immer noch innerhalb der Norm) wurden bei hoher Zufuhr (7-10g) von Omega-3 Fettsäuren berichtet. Bei täglich 10 g Fischöl , tritt dieser (Labor-)Effekt nicht auf. Mit ordentlichem Sicherheitspuffer wurde von der FDA (Amerikanische Arzneimittelbehörde) der Verzehr von 3g Omega-3 Fettsäuren als sicher eingestuft.

Zusammenfassung

Nach dieser Informationsflut kommen wir nun zu einer überblicksmäßigen Zusammenfassung der Wirkungen von Krill Öl:

  • Die Fettsäuren des Krill Öls liegen als Phospholipide vor, nicht als Triglyceride wie bei Fischölkapseln.
  • Krill Öl wird besser resorbiert als Fischöl, allerdings nur bei Patienten mit Fettresorptionsstörungen.
  • Krill Öl scheint bei der Behandlung des Prämenstruellen Syndroms (PMS) gute Wirkung zu zeigen.
  • Krill Öl kann effektiv die Bluttfette bei vorbelasteten Patienten positiv beeinflussen und schneidet diesbezüglich im Vergleich zu Fischölkapseln besser ab.
  • Krill Öl ist im Vergleich zu Fischöl ein wirkungsvolleres Antioxidans, als Anti-Aging Drug schneiden aber Trockenpflaumen, Rosinen und eine Vielzahl weiterer (sehr preiswerter) Lebensmittel sehr viel besser ab.
  • Die Wirkung von Krill-Öl als Entzündungshemmer mit dem möglichen Einsatzgebiet Arthritis kann man aufgrund der für diese Behauptung angeführten Studie schnell wieder vergessen. Allerdings haben Krill Öl (und Fischöl) aufgrund ihres Omega-3 Gehalts bestimmt Einfluß auf Entzündungsvorgänge. Eine vergleichende (und unabhängige) Studie existiert bis dato nicht.
  • Die Einnahme von Krill Öl ist laut Tierstudie bis zu 23 g/Tag unbedenklich.

Einnahmeempfehlung

In Anbetracht der bisherigen Studienlage erscheint eine therapeutisch sinnvolle Dosierung bei 1-2 g pro Tag zu liegen (abhängig vom Körpergewicht), nach zwei Monaten kann auf 0,5 g Krill Öl als Erhaltungsdosis reduziert werden.

Fazit

Krill Öl versus Fischöl, diese Gegenüberstellung zieht sich durch sämtliche Werbeversprechungen der Krill Öl Vertreiber. In der Tat scheint Krill Öl in manchen Bereichen eine bessere Wirkung als Fischölkapseln zu haben. Bei genauerer Betrachtung relativieren sich diese Verbesserungen jedoch schnell wieder, ich verweise zum Beispiel auf die vermeintlich »bessere« Aufnahme im Darm und die durch sehr »firmennahe« Forscher durchgeführten Studien.

Es soll jedoch nicht der Eindruck entstehen, Krill Öl sei nicht gut. Doch, ist es! Aber derjenige Personenkreis, der davon wirklich profitiert, ist kleiner als es die Werbung zugeben mag. Nimmt man die Studienergebnisse für bare Münze, so wäre eine Supplementation von Krill Öl hauptsächlich bei Personen mit Fettresorptionsstörungen zu empfehlen, auch bei Patienten mit gestörten Blutfetten oder Frauen mit PMS ist es bestimmt einen Versuch wert.

All diese Personen sind jedoch bereits krank, was sollen die gesunden Menschen machen? Für den krankheitspräventiven Einsatz sehe ich in Anbetracht des Preis/Leistungsverhältnisses keinen Sinn in der Supplementation von Krill Öl, hier reichen normale Fischölkapseln bzw. der regelmäßige Konsum von Fisch vollkommen aus. Zum Vergleich: 100 Kapseln á 500 mg Neptune Krill Öl kosten derzeit ca. 90€ zzgl. Versandkosten, 120 Fischölkapseln á 500 mg kosten ca. 3€ im Supermarkt.

Weiters ist noch zu beachten, dass in 1000 mg Krill Öl 15% EPA und 9% DHA zu finden sind, in Fischöl jedoch 18% EPA und 12% DHA. In Summe finden sich also in Fischöl 6% mehr der begehrten Omega-3 Fettsäuren. Auch findet man im Krill Öl Anteile von Omega-6 Fettsäuren, was nicht unbedingt vorteilhaft erscheint.

Literaturverzeichnis:

  1. Ruggiero-Lopez D, Servetto C, Lopez E, Lenoir D, Alallon W, Biol MC, Louisot P, Martin A. Comparative effects of dietary corn, fish and Krill oils on intestinal glycosylation. Biochem Mol Biol Int. 1994 Aug;33(5):1001-10. [Link]
  2. Sampalis F, Bunea R, Pelland MF, Kowalski O, Duguet N, Dupuis S. Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the management of premenstrual syndrome and dysmenorrhea. Altern Med Rev. 2003 May;8(2):171-9. [Link]
  3. Bunea R, El Farrah K, Deutsch L. Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the clinical course of hyperlipidemia. Altern Med Rev. 2004 Dec;9(4):420-8. [Link]
  4. Werner A, Havinga R, Kuipers F, Verkade HJ. Treatment of EFA deficiency with dietary triglycerides or phospholipids in a murine model of extrahepatic cholestasis. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol. 2004 May;286(5):G822-32. Epub 2003 Dec 11. [Link]
  5. Takaichi S, Matsui K, Nakamura M, Muramatsu M, Hanada S. Fatty acids of astaxanthin esters in krill determined by mild mass spectrometry. Comp Biochem Physiol B Biochem Mol Biol. 2003 Oct;136(2):317-22. [Link]
  6. Sampalis T. Evaluation of the Effect of NKO on Biomarkers of Chronic Inflammation in vivo. JSS medical research, inc. June 9, 2004, unpublished.
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50 Reaktionen zu “Krill Öl”

  1. Reckert

    Ich habe eine Frage zum Vitamin D Gehalt: Heringe ernähren sich viel von Krill. Sie enthalten meines wissens viel Vitamin D. wo haben sie es her? Ich habe gelesen, dass bestimmte Planktonarten Vitamin D bilden. Aber wie hängt das alles zusammen, haben Sie mir einen Literaturtipp
    Grüße Till

  2. DocMed

    hallo reckert,

    zunächst folgendes Zitat aus einem anderen Beitrag von enutrio.de:

    Vitamin D3 findet man als fettlösliches (Pro-)Vitamin vor allem in fettem Fisch, beispielsweise hat Hering 31 µg Vit D3/100 g, Lachs 16 µg D3/100 g. Andere Lebensmittel mit entsprechend hohem Vit. D3 Gehalt sind Kalbfleisch mit 3,8 µg/100 g oder Hühnereier mit 3,6 µg/100 g. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung beträgt der Tagesbedarf an Vitamin D3 für Erwachsene 5 µg, für Kinder, Schwangere und Stillende 10 µg.

    Wie kommen nun Fische zu ihrem Vitamin D?

    Die Umwandlung des Provitamins in der Haut der Fische durch UV-Strahlung erscheint unwahrscheinlich (UV-Strahlung wird vom Wasser schnell absorbiert). Man nimmt deshalb andere biosynthetische Wege oder eine direkte Aufnahme des Vitamins über die Nahrungskette an (beginnend beim Phytoplankton) (Takeuchi A et al. Tissue distribution of 7-dehydrocholesterol, vitamin D3 and 25-hydroxyvitamin D3 in several species of fishes. J Nutr Sci Vitaminol. 1986 Feb;32(1):13-22.).

    mfg

    DocMed

  3. wangler

    Guten Tag,habe den Bericht komplett gelesen,danach war ich mir nicht mehr sicher ob ich Krilloel oder Fischoel nehmen soll.Auch ist mir nicht bekannt wie lange und was für eine Dosis ich zum Beispiel Krill oder Fischoel für die Erhaltungsdosis einnehmen darf.
    Nach einem Bericht von Dr.Tina Sampalis,M.D.Ph.D ist Krilloel ein wahres Wundermittel?????.
    Ich denke ich nehme normale Fischoelkapseln.Frage: Hat eine höhere Dosierung von Fischoelkapseln (EPA 400)nicht die gleiche Wirkung wie Krilloel?
    Gruß
    Wangler

  4. DocMed

    Hallo wangler,

    wie im Artikel beschrieben kommt es bei der Wahl des richtigen Öls, also Krill Öl oder Fischöl, sehr auf die gesundheitliche Ausgangssituation an. Wenn Sie die Omega 3 Kapsel nur als Prophylaxe einnehmen wollen und nicht z.B. unter Störungen der Blutfette leiden, würde ich zu den erheblich billigeren Fischöl kapseln greifen.

    Zur Dosierung:
    Hier darf ich an den Artikel Fett verweisen. Dort steht folgendes zu Fischöl Kapseln (Omega 3 Kapseln):

    In klinischen Studien werden Dosierungen von 1-10 g/Tag empfohlen. Die maximal tolerierte Tagesdosis betrug 0,3 g/kg in Form von Fischölkapseln. Dies bedeutet, dass eine Person mit einem Körpergewicht von 70 kg pro Tag bis zu 21 Kapseln á 1 g verträgt. Mit diesen hohen Dosierungen sollte man aufpassen, denn es wurde über Beeinträchtigungen der Blutgerinnung in diesen hohen Bereichen berichtet (allerdings ohne wirkliche klinische Relevanz). Von der FDA werden täglich 3 g als sicher eingestuft.

    Die Einnahmeempfehlungen von Krill Öl werden im obigen Artikel erwähnt.

    Zu deiner Frage, ob eine höhere Dosierung von Fischoelkapseln (EPA 400) nicht die gleiche Wirkung wie Krilloel hat?
    1000mg handelsübliche Fischöl Kapseln beinhalten ca. 180 mg EPA, 1000mg Krill Öl Kapseln ca. 150mg EPA. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass durch die besondere chemische Zusammensetzung des Krill Öls die Resorptionsrate eine Höhere ist. Sprich: Von dem was im Darm ankommt wird mehr aufgenommen als bei Fischöl Kapseln.

  5. kochems

    Endlich mal ein lustiger und pointiert geschriebener Studien-Bericht. Bei den Anmerkungen musste ich mehrmals lachen… vielen dank, ist sonst immer alles so staubtrocken…

  6. BB

    Hätte noch ein Kritik zu folgender Studie, sofern die Werte im Text stimmen:

    »Bunea R et al. (2004). Evaluierung der Effekte von Neptune Krill Öl auf den klinischen Verlauf von Hyperlipidämie [3]«

    Man beachte die LDL Werte zu Beginn der Studie:

    1g Krill: 167,78
    2g Krill: 182,86
    3g Krill: 172,81
    und zuletzt
    3g Fisch:121,67

    Die Fischölgruppe tanzt da ganz schön aus der Reihe !

  7. DocMed

    hallo bb

    die zahlen stimmen mit den angaben in der studie überein.

    die ausgangsbasis für LDL in der fischölgruppe ist tatsächlich sehr niedrig bzw. auffällig niedriger als in allen anderen gruppen. dementsprechend gering fällt letztlich auch der prozentuelle abfall nach supplementation der fischöl-kapseln aus. man kann hier dennoch nicht viel kritik anbringen – wenn die studie »fair« durchgeführt wurde, sind die zahlen so wie sie sind.

    wenn man jedoch die verantwortlichen der studie und ihre funktion bei neptune miteinbezieht, könnte man natürlich etwas an den ergebnissen zweifeln.

    mfg

  8. Martin Griff

    Vieln Dank für den interessaten Bericht – die Suplementierung durch Fischölkapseln leuchtet mir aus rein wirtschaftlichen Gründen ein – ein Psychologe hat uns geraten unserer Tochter (8 Jahre) aufrgrund leichter Anzeichen von ADS als Anhrungsergänzung dieses Krillöl zu verabreichen – sozusagen als »Nervennahrung« und begleitende Unterstützung zum »Gehirntraining« zu verabreichen um die Konzentrationsfähigkeit zu steigern – der Unterschied zu Fischöl Omega 3 leuchtet mir aber aufgrund Ihrer AUsführungen aber noch nicht ein : meine Frage : sind hier nicht auch Fischöl Kapseln ausreichend ?Danke für ein kurze Antwort

  9. DocMed

    @Martin Griff:
    In ihrem Fall bzw. dem ihrer Tochter reichen meiner Meinung nach Fischöl-Kapseln vollkommen aus. Weitaus wichtiger als eine medikamentöse Behandlung des ADS ist die Beschäftigung mit dem Kind – weg vom Fernseher, weg vom Computer, raus aus der Wohnung und 20x um den Block jagen. Auf diese Weise sind schon viele Kinder vom vermeintlich hyperaktiven zum ausgeglichenen und abendlich äußerst müden Menschen mutiert.

  10. KiTo

    Habe über Krill Öl in der Bildzeitung gelesen, und habe gedacht – wau – das ist ein Wundermittel.Jetzt nach ihrem Bericht bin ich nicht mehr überzeugt, DANKE dafür.
    Ich habe MS, und nehme Omega 3 Fischölkapseln (wegen der Antioxidanten), habe auch da noch keine fühlbare Besserung festgestellt.Da habe ich gedacht, Krill Kapseln wären ewentuell das richtige.
    Naja, hätte ja sein können.

  11. Juanita

    Hallo!
    Mein Mann hat MS – ich war begeistert als ich von diesen KRILL – Kapseln las – mein Mann nimmt die Omega 3 Fischölkapseln – aber jetzt weiß ich nicht mehr!
    Wenn wir beide Art der Kapseln nehmen – kann es da Probleme geben???

    DAnke JU

  12. DocMed

    @juanita:
    Krill Kapseln und Omega 3 Kapseln richten bestimmt keinen Schaden an, außer man führt exzessive Dosen zu. Ich würde mich aber schon aus Gründen der Nachvollziehbarkeit zunächst auf eine der beiden Supplementationsformen beschränken. Krill Öl ist in diesem Fall auf jeden Fall einen Versuch Wert!

    MfG

  13. Florian

    moin

    Ich habe MS!

    und habe meinen schlechten Verlauf mit omega-3 Fetsäureethylester gestoppt. Ich nehme PUR3, OMACOR oder OM3 sind mir zu teurer.
    Ich habe mitlerweile einen omega-3 index von 11% !
    Deutsche haben im Durchschnitt 4%, Inuit 20%

    Bei einem Körpergewicht von 115 kg schlucke ich seit über 4 Jahren diese 15 Kapseln täglich und habe es in keiner Weise bereut. Ich habe nur gute Nebenwirkungen bei mir feststellen können.
    Und das beste ist, es ist wissentschaftlich belegt. Reine Biochemie!
    omega-3 zu omega-6 das Verhältnis machts. 1:2 und nicht 1:20
    Informiert Euch!

    Guß
    Florian

  14. s. hübner

    hallo doc,
    ich habe einen erhöhten cholesterinspiegel (7,1), bin aber sonst ganz gesund, ist da krillöl zu empfehlen?
    Gruß
    silke

  15. DocMed

    hallo silke,

    ich denke du hast dich verschrieben oder verschaut. ein cholesterinspiegel in der größenordnung von 7,1 (in der gängigen einheit) wäre so niedrig, dass man ihn wohl künstlich steigern müsste.

    mfg

  16. Franz

    Ich bin kein Arzt, aber die Angabe von Silke ist schon auch richtig! In der Schweiz wird der Cholesterinwert als Quotient angegeben. Denn wichtig ist ja auch das Verhältnis von gutem zu schlechtem Cholesterin.

    Definition gemäss Wikipedia:
    »Quotienten
    Auf Grundlage der vorgenannten Parameter werden gelegentlich Quotienten aus diesen Werten bestimmt. Der Mittelwert des Quotienten aus LDL- und HDL-Spiegel liegt für die deutschen Frauen zwischen 35 und 65 Jahren bei 3,9 (±1,6), bei den Männern bei 4,9 (±1,9). Die entsprechenden Durchschnittswerte für den Quotienten aus dem Gesamtcholesterin- und dem HDL-Spiegel liegen für die Frauen bei 5,7 (±2,1), für die Männer bei 7,0 (±2,3).«

    Es erstaunt sehr, dass DocMed dies nicht weiss!!!!

    Ich hatte mal 6.8, nach der Einnahme von Sortis nun 4.3. Trotzdem überlege ich auf Krill-Öl oder Fischöl zu wechseln, da ich vermehrt Probleme in den Hüftgelenken, –muskeln und –sehnen habe. Sortis ist ja auch wegen möglicher Muskelschmerzen bekannt und wird deshalb nicht von allen gut vertragen. Wesentlich beim Vergleich zwischen Krill-Öl und Fischöl scheint zu sein, dass beim Krill-Öl das gute HDL wesentlich mehr gesteigert und somit der Quotient viel stärkter reduziert wird.

    Gruss
    Franz

  17. DocMed

    Es erstaunt sehr, dass DocMed dies nicht weiss!!!!

    runter vom gas! es war in obigem posting nicht die rede vom quotienten, sondern vom cholesterinspiegel – und der kann definitiv in vivo nicht bei 7,1 liegen.

    bei der bestimmung des landläufig so genannten »cholesterins« werden gesamtcholesterin (was dem »cholesterinspiegel« entspricht), HDL, LDL und triglyceride bestimmt, wobei das LDL mit der friedewald-formel aus dem HDL und gesamtcholesterin errechnet wird.
    mfg

  18. Franz

    Aber ist dann der Quotient nicht aussagekräftiger als das Gesamtchloesterin? Denn dieses enthält sowohl das gute wie das schlechte Cholesterin!

    Und wie würde Eure Antwort auf die Frage von Silke lauten, wenn es sich um den Quotienten handeln würde?

    Gruss
    Franz

  19. Franz

    Ich habe Sortis (20mg täglich) für drei Wochen abgesetzt und dafür 3 Kapseln Krill-Öl täglich eingenommen. Der Cholesterin-Quotient ist innert dieser kurzen Zeit von 5.3 auf 8.5 gestiegen. Die Schmerzen in den Hüftmuskeln und –sehnen sind geblieben. Jetzt nehme ich wieder 20 mg Sortis und 2 x 12.5 mg Voltaren täglich ein. Den Cholesterinwert kenne ich noch nicht, doch die Schmerzen sind weg und ich kann wieder kleinere und mittlere Wanderungen machen.

    Gruss
    Franz

  20. DocMed

    hallo franz,

    krill-öl oder fischöl sind bestimmt keine ersatzmedikation bei einer ausgeprägten dyslipidämie, sondern in diesem fall höchstens adjuvant einzusetzen. davon mal abgesehen solltest du deinen behandelnden arzt auf die nebenwirkung von sortis ansprechen – in deinem fall sollte die medikation nämlich modifiziert werden, offensichtlich verträgst du statine nicht allzu gut. hier würde sich beispielsweise ezetimib anbieten.

    primäres target bei der »cholesterintherapie« ist im übrigen nicht der quotient, sondern das LDL. je nach risikoprofil wird von den entsprechenden gesellschaften ein anzustrebender LDL-Wert von <100 bzw. <70mg/dl propagiert. gesamtcholesterin, HDL und quotient interessieren hier erstmal nicht.

    mfg
    docmed

  21. Daniel

    Hi DocMed!
    Ich habe viel von Krill Öl gehört …wie man sagt Wundermittel,mein Arbeitskollege nimmt es wegen Gelenkschmerzen,sein Nachbar auch,der kann angeblich wieder die Treppe hoch steigen was früher nicht möglich war.So viel positives,meine Frage wäre:bei mir hat ein Arzt Arthrose festgestellt,ein anderer Kollagenose … na ja welche Diagnose richtig ist hab ich leider keine Ahnung.Ich leide unter chronischen Schulter (alle Muskel,Gelenke und Weichteile) Schmerzen keine Schmerz-Entzündung hemmende Tabletten zeigen irgendwelche Wirkung.Was wurden Sie mir raten Krill,Omega-3 oder Fischöl Tabletten zu kaufen?Danke Ihnen
    Gruss Daniel

  22. Michael

    Lieber Kollege DocMed!

    Nun muss ich mich einmal in die Diskussion um das Krill Öl einbringen. Die Studienübersicht ist sehr gut geworden. Ich würde mir wünschen, wenn man auch die Studien der Pharma Industrie so übersichtlich lesen und besprechen würde. Es haben sich allerdings in der Kritik kleine Fehler eingeschlichen. Wahrscheinlich resultiert dies daher, dass DocMed noch keine praktische Erfahrung mit Krill Öl hat. Als praktischer Arzt, mit 30 Jahren Berufserfahrung darf ich Ihnen mitteilen, dass es sich beim Krill Öl wirklich um eine Substanz handelt, die segensreich für die Menschen ist. Leicht könnte man zumindest 50 % der Statine einsparen – Krill Öl ist günstiger und ohne Nebenwirkungen!!! Außerdem möchte ich folgende Anmerkung machen: Die »American Heart Association« empfiehlt einen CRP Wert von unter 1, zwischen 1 und 2 beginnt bereits ein mittleres Risiko an Arteriosklerose zu erkranken, zwischen 2 und 3 ist das Risiko bereits hoch, zumindest in Kombination mit einem erhöhten Chol. Wert. Dazu muss man aber wissen, dass die HK Erkrankungen eigentlich eine chronische Entzündung ist. Bei ca. 40.000 Km Gefäße im Körper kann da schon etwas zusammen kommen.

    Das war mein Beitrag zum Thema Krill Öl, wie schon geschrieben, kommt er von einen Kollegen von DocMed mit Berufserfahrung.
    Liebe Grüße,

    Michael

  23. harald

    Hallo DocMed-Team,
    es ist nicht leicht im www die Spreu vom Weizen zu trennen und dies gilt insbesondere bei Omega 3. Überall entdecke ich so ein »Geschmäckle« von Eigenwerbung!
    Meine primären Fragen beziehen sich auf die Vorteile, respektive Nachteile, von Fischölen vs. pflanzlichen Omega 3-Lieferanten, wie z. Bsp. Leinöl.
    Was mich am Fischöl an sich doch etwas stört, ist das manchmal leicht fischige Aufstossen, dass ich als recht unangenehm empfinde :(

    Danke für Eure hilfreiche Antwort und liebe Grüße

    Harald

  24. DocMed

    @harald:
    es gibt nur unterschiede in der zusammensetzung, von der »qualität« her unterscheiden sich die pflanzlichen nicht von den tierischen omega-3 fettsäuren.

  25. harald

    Hallo liebes DocMed-Team,

    vielen Dank für die Antwort. Wenn die Qualität von pflanzlichen und tierischen Omega-3-Fettsäuren gleich ist, meinten Sie damit auch gleichwertig in der physiologischen Wirkung? Insbesondere soll es doch auf den Gehalt an EPA und DHA als den wirksamsten Omega-3-Fettsäuren ankommen. Sind beide auch darin in Etwa als gleichwertig anzusehen?

    Im Voraus schon mal vielen Dank und ganz liebe Grüße

    Harald

  26. manfred

    hallo doc-med,

    interessanter artikel, habe herzmuskelschwäche mäßig mittelgradig und angebl. gen. bedingte fettstoffwechselstörung, dadurch arteriosklerose in der lad von 50 %, bin 41.

    aufgrund dessen sekundärrisikopatient und muss meinen cholesterin in griff bekommen. habe es geschafft durch ernährung auf gesamtchol. 158, ldl 97 und hdl 48, doch quotient ges.col zu hdl ist 3,4 und müsste lt. arzt unter 3 sein als sekundärrisikopatient.

    statine vertrage ich bis jetzt nicht wegen muskelschmerzen, sowohl simvastatin als pravastatin 10 mg nach 4 tagen abgebrochen. jetzt soll ich crestor 10mg nehmen.

    daher die frage krill-öl, kann mir das helfen, ich will die statine vermeiden wo es geht.

    lg
    manfred

  27. DocMed

    @manfred:
    ich bezweifle aus erfahrung, dass man eine genetisch bedingte dyslipidämie nur mittels ernährungsmodifikation auf die von dir genannten werte runterdrücken kann. natürlich gibt es unterschiedliche schweregrade dieser erkrankung, aber bei den fällen mit nachgewiesener, genetisch bedingter fettstoffwechselstörung, die ich beobachten konnte, hätte eine ernährung mit salat und einem täglichen marathonlauf kaum wirkung gezeigt. wurde die genetische komponente wirklich untersucht oder nur als floskel in den raum gestellt?

    wie dem auch sei, das war nicht deine frage und hat auch mit der antwort nichts zu tun. crestor gehört nicht zu den statinen und ist einen versuch wert. krill-öl kannst du natürlich dazu supplementieren. bei deinem risikoprofil sind regelm. kontrollen klarerweise unbedingt vonnöten. jegliche form der nicht-medikamentösen behandlung sollte sofort abgesetzt und/oder ergänzt werden, wenn du aus dem zeilbereich rausfällst.

    mfg
    docmed

  28. Monachia

    @docmed

    genetisch bedingte dyslipidämie lässt sich auch mit dem in Österreich als »Verzehrsprodukt« zugelassenen »Roten Reismehl« behandeln und statt Statinen einsetzen (ohne deren Nebenwirkungen befürchten zu müssen)

    eine kleine Beschreibung auf Seite 11:
    http://www.b-young.org/

    oder Fachinformationen mit Statin-Vergleichsstudien
    www.monachol.monasan.com

    Grüsse
    Monachia

  29. manfred

    war einige zeit unterwegs daher erst jetzt die antwort.

    offensichtlich weiß man nicht warum die sklerose entstanden ist und da ich sportlich bin, schlank und mich meist normal ernährt habe, kam man zum schluss – genetisch. wobei ich eben doch mit ernährung und mehr ausdauersport meine werte ja verbessern konnte, daher bezweifle ich dies ja auch.

    bin ende november wieder blutfette messen, sollte dies alle 3 monate tun, dann kann ich wieder mehr berichten. crestor wurde von der krankenkasse abgelehnt……sollte jetzt lescol 40 mg versuchen, werde aber die werte noch abwarten. will eigentlich gar nichts mehr nehmen, auf die thromboass bekomme ich magen und darmprobleme, wogegen ich wieder pantoloc und motilium bekomme und und….werde thromboass absetzen um zu sehen ob es mir dann besser geht. so ist das nichts.

    lg

  30. Maxx

    Hallo!

    Ich habe bisher die Omega 3 Fettsäuren von wildem Lachs
    oder so ähnlich genommen und gute Erfahrungen gemacht, nun
    musste ich auf Krill Öl umsteigen, weil es mit den erst genannten
    Lieferprobleme gibt, hoffe gesund zu bleiben mit den Krill Öl Kapseln,
    da ich schwere Magenentzündungen hatte.

  31. Monachia

    hallo Manfred

    studiere bitte mal die Vergleichsstudie, veröffentlicht Okt.2008 von der Mayo-Clinic in USA mit den sog. Statinen (CRESTOR = Fluvastatin) zu denen auch die von nicht verträglichen Medikamente gehören, auch die vorher von mir gebotenen Links zu Vergleichsstudien mögen hilfreich sein )

    Simva-Statin gegen Red Yest Rice/Omega
    http://www.mayoclinicproceedin.....2&UID=

    Anmerkung:

    schaue mal auf die Entwicklungs-Historie der Statine zur Entscheidung:
    Monosubstanzen (Statine) mit Nebenwirkungen oder lieber gleich ein Naturprodukt (ohne bisher in über 250 Studien bekannte, bzw. dokumentierte Nebenwirkungen), das ist die Frage:

    http://www.wienerzeitung.at/De.....p;cob=6733

    Grüsse
    Monachia

  32. ALLU

    Ich erwäge Krillöl im Zusammenhang mit erhöhten Cholesterinwerten zu nehmen – kann ich alle im Internet angebotenen Produkte kaufen oder gibt es da Unterschiede? Der Preis für 90 Stück variiert immerhin von 56,00 bis 90,00 €.
    mfg
    ALLU

  33. MR

    Aufgrund meiner eigenen Cholesterinsituation und einem festgestellten Lpa Wert von 97 habe ich mich doch schnellstens und intensiv mit dieser Materie beschäftigen wollen und bin hierbei auf Krill Öl und die dazugehörigen Studien gestossen. Ich habe mir auch die wissenschaftliche Arbeit von Buena R et all. runtergeladen um mich der wissenschaftlichen Angehensweise zu versichern.Auch wenn die Probandengruppen relativ klein sind, die Ergebnisse sind signifkant und die Verbesserungen erheblich. Euphorie, das Wundermittel gefunden!!!!

    Doch angestossen vom Beitrag von BB (Auffälligkeiten im Ausgangs-LDL Wert der Gruppen) habe auch ich mir die Zahlen näher angeschaut und in folgender Weise betrachtet: Ausser LDL und HDL gibt es auch weitere Cholesterine, von denen man nachlesen kann, sie seien von geringerer Relevanz. Daher ergibt sich aus der Summe von HDL und LDL immer ein Unterschied zum Gesamtcholesterinwert. Dieser Unterschied bewegt sich in allen Krill Öl Ausgangsgruppen zwischen 10.8 und 13.5. Bei der Fischölgruppe liegt dieser Wert bei 52.8!! Hinzu kommt dass dieser Wert bei der 3g Krillgruppe nach 90 Tagen sogar negativ wird (was nicht möglich ist und im wohlwollendsten Fall als Messungenauigkeit interpretiert werden könnte). Noch seltsamer wird es wenn man sich die Daten der Placebo Gruppe ansieht (war in vorigen Artikel nicht mit aufgeführt), da liegt die Differenz bei 28.61 (Chol 221.91, LDL 136.47, HDL 56.83). Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit so grosser durchschnittlicher Unterschiede der Vergleichsgruppen sehr gering. Daraus folgere ich für mich dass wahrscheinlich entweder:
    1. Die Probanden gezielt ausgewählt und in die Gruppen zugeornet wurden, oder
    2. Die Daten manipuliert wurden.
    3. Ich die Daten über Krill Öl in ihrer Höhe anzweifeln muss
    4. Die Signifkanz der Unterschiede zu Fischöl für mich ihren Glauben eingebüsst haben.
    5. Wie eine solche Studie an an einem medizinischen Forschungsinstitut als Doppelblindstudie hat durchgehen können (Doppelblind heisst, weder der Researcher noch der Proband wussten mit was sie behandelt wurden)
    6. War dies eine unabhängige Forschung oder eine durch die Industrie beauftragte Untersuchung?

  34. Dodo

    Hallo!

    Über eine Werbung von »Neosino« bei meinem Internisten bin ich nun auf diese Homepage aufmerksam geworden. Trotz meiner relativ »jungen« Jahre (39) hatte ich vor 2 Jahren beim Laufen einen Herz-Kreislauf-Stillstand mit nachfolgender 3-fach-Bypass-Operation und Defi-Implantation. Ursache war eine angeborene Hypercholesterinämie.
    Seitdem probiere ich Medikament um Medikament (Lescol, Sortis, Simvastatin, uvm.) um mein LDL-Cholesterin in den Griff zu bekommen. Leider mit mäßigem Erfolg. Erst kürzlich bin ich von Crestor 20 mg auf 40 mg umgestiegen.
    Nun möchte ich versuchen, mit möglichst natürlichen Produkten zu ergänzen. Kann ich Krillöl in Verbindung mit Crestor 40 mg und Thrombo ASS 100 mg einnehmen? Hat jemand Erfahrung damit? Und welches KRILL-Produkt ist zu empfehlen?

    Vielen Dank im voraus!
    Dodo

  35. DocMed

    @dodo:
    es spricht nichts gegen eine kombination mit crestor.

  36. Birgit Reichwald

    Krill Öl soll angeblich gegen Heuschnupfen wirken. Stimmt das?

  37. DocMed

    @birgit:
    das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. dafür gibts andere, effizientere wirkstoffe.

  38. Sophie

    Entschuldigt mein Deutsch. Komme aus Frankreich.

    Gute Zusammenfassung allerdings sehr kritisch.

    Ich habe Tina Sampalis auf die Vitafood dieses Jahr kennengelernt und Sie hat mir ein sehr guten seriösen Eindruck gemacht.

    Zur Vervollständigung: die Studie »Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on Chronic Inflammation and Arthritic Symptoms« wurde in 2007 in the Journal of American College of Nutrition, Vol.26, No. 1, 39-48 publiziert!

    Noch ein Punkt was für manche in der Entscheidung zwischen Fischöl und Krillöl wichtig sein kann:
    es gibt beim Krillöl keinen Aufstoßen!

    Viele Grüße!
    S.

  39. Lilo

    Hallo,

    vor einem Jahr wurden bei mir (62 Jahre alt) neben einer Schilddrüsenunterfunktion (Medikamention Euthyrox 75) auch erhöhte Cholesterin Werte festgestellt (CHOL gesamt 308,
    LDL 203)

    Mit einer sehr fettreduzierten Diät und 2 Fischölkapseln täglich,
    ist das Cholesterien mit CHOL 254 und LDL 155, aber immer noch über den Normalwerten und ich habe leider, vermutlich durch die Diät, auch zuviel Gewicht verloren (jetzt 55 KG bei BMI nur 20,5 nahe am Untergewicht).

    Mein Arzt hat mir nun Simvastatin 40 mg verordnet, weil die Cholesterinwerte immer noch zu hoch sind. Wegen der bekannten Nebenwirkungen habe ich aber bedenken das zu nehmen und möchte es lieber erst mal 30 Tage mit den Krillöl Kapseln versuchen und die Fischölkapseln weglassen.

    Wenn ich das hier aber so lese, kommen mir Zweifel ob ich nur mit Krill-Öil Kapseln + Diät meine Cholesterin Werte nochmals
    weiter absenken kann, bis in den Normalbereich. Vielleicht hilft ja auch alternativ das pflanzliche Mittel »apimanu Guglipid® ayurveda« ?

    Leider alles unverhältnissmäßig teuer und ohne Garantie das es
    wirklich meine Cholesterinwerte bis auf Normalniveau absenkt.
    Mein Hausarzt steht meinem Vorhaben sehr skeptisch gegenüber und hält das für unnötig herausgeworfenes Geld und rät mir im Interesse meiner Gesundheit dringend zur Einnahme von Simvastatin oder anderen wirkungsstarken Medikamenten.

    Mfg.
    Lilo

  40. Heidemarie Markert

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Da ich mit meiner Schilddrüse Probleme habe und ich aufgrund dessen kein Jod zu mehr nehmen soll, ersuche ich Sie höflichst mir mitzuteilen, ob die Antarktis Krill Öl Kapseln Jod enthalten.
    Für eine rache Antwort per Mail (heidi.markert@tele2.at) wäre ich Ihnen sehr dankbar!
    Vielen Dank im Voraus!
    Mit lieben Grüßen
    Heidi Markert

  41. Monique

    Hallo !
    Sehr interessante Seite, auf die ich zufällig gestoßen bin.
    Auch ich – 50 – habe eine Hypercholesterinämie. Es liegt sicher nicht am Essen, bin schlank und hasse fettes Essen. Ich habe Angst vor Cholesterinsenkern, da meine Mutter dadurch eine schwere Polyneuropathie bekommen hat. Jeder Arzt rät mir zu Sortis, aber ich will nicht…Was wißt ihr über rotes Reismehl ? Das soll genauso gut wirken wie Statine, aber ohne die gefürchteten Nebenwirkungen. Wegen einer Thyreoiditis de Quervain muss ich L-Thyroxin nehmen ( 75).Hat Krill-Öl Jodwerte? Vielen Dank für eine Antwort. Ich weiß, dass ich unbedingt meinen Cholesterinwert senken muss…

  42. Michael

    Hallo!

    Habe neulich einen Ernährungsbasiskurs besucht und da wurde erwähnt, dass Krillöl in Deutschland verboten wurde. Habe bisher aber noch keine bestätigung im WWW gefunden und es wird ja auch überall angeboten. Stimmt das denn jetzt???

  43. Ihr Cholesterinspiegel « Ausbildung mit Zukunft

    […] Das sind zum Beispiel Omega 3 Fettsäuren, wobei Krill Öl durch seinen großen Anteil an Astaxanthin dem Fischöl vorzuziehen ist. Auch Palmkernölextrakt, Jiaogulan, Curcuma und Vulkangestein reduzieren Cholesterin. Wichtig darüber hinaus: Sanierung der Darmflora durch Milchsäurebakterien, ballaststoffreiche Ernährung, Ausdauersport – in jedem Alter. Um die Gretchenfrage „Butter oder Margarine» zu klären, darf ich ihnen versichern, dass ein dünn bestrichenes Butterbrot den Cholesterinspiegel nicht beeinflusst. Gehärtete Fette, wie sie in Margarine enthalten sind, sollten hingegen vermieden werden. Ist das Cholesterin so massiv erhöht, dass es ohne synthetische Stoffe nicht gesenkt werden kann, sollte man zumindest gleichzeitig Co-Enzym Q10 verabreichen. Die körpereigene Produktion des wichtigen Energielieferanten für Herz- und Skelettmuskel kann durch chemische Cholesterinsenker gestört werden. […]

  44. gudrun huber

    Hat Krillöl Jod u. wenn ja wieviel? Kann ich es bei einer Schülddrüsenentzündung
    einnehmen.

  45. Dr. Karin Pirc

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank für die exzellente Zusammenfassung. Ein Verbesserungsvorschlag: es gibt 2 große Schul-Studien über Krill Öl bei Kindern mit ADHS und auch mit anderen Lernproblemen mit exzellentem Ergebnissen. Habe es daraufhin mit meinem betroffenen Sohn probiert und das Ergebnis war extrem positiv. Wenn ich selbst Krill-Öl nehme (1 Kps. täglich, ich bin Vegetarierin udn daher evtl. unterversorgt) ) sind innerhalb von 5 Tagen meine rissigen Fersen butterweich! Nur so am Rande, wens interessiert. Die Studien sin dim Internet zu finden (Durham Studie + Adelaide-Studie). Den Erfahrungsbericht meines Sohnes, den ich damals schrieb kann ich auf Wunsch ebenfalls zur Verfügung stellen.
    Mit herzlichem Gruß
    Karin Pirc
    Mit herzlichen Grüßen

  46. DocMed

    hallo karin,

    ich werde die studien bei gelegenheit einarbeiten. danke für den hinweis.

    erfahrungsberichte sind für unsere leser immer sehr wertvoll, deshalb würde ich ihn natürlich gerne veröffentlichen. evtl. machen wir daraus einen eigenen beitrag, dann setzt er sich von den restlichen kommentare etwas ab. bitte mail an admin (at) enutrio.de.

  47. Dr. Helm

    Liebe Redaktion,
    es ist natürlich leicht, andere zu kritisieren und ihnen Manipulationen zu unterstellen.

    Als Beispiel für die Oberflächlichkeit des Artikels folgende Passage:
    Geschrieben wurde:
    … ob die vollmundigen Werbetexte der Hersteller von Krill Öl auch wirklich das halten, was sie versprechen ..

    Gemeint ist wohl aber:
    … ob das Krill Öl hält, was die vollmundigen Werbetexte der Hersteller von Krill Öl versprechen…

    Texte können natürlich nichts halten. Aber so ein Freud’scher Fehler kann einem leicht passieren, wenn einem die generelle Praxis fehlt. Wer selbst etwas leistet, wird leichter auch die Leistungen anderer richtig schätzen lernen.

    In diesem Sinne.
    Viele Grüße

    Dr. Helm

  48. DocMed

    Sehr geehrter Herr Dr. Helm,

    sie haben Recht, das zitierte Textfragement ist ein wirklich tolles Beispiel für die Oberflächlichkeit des Artikels. Damit sind unwiderruflich alle angeführten Argumente und Darstellungen wertlos. Hut ab vor dieser journalistischen Meisterleistung. Davon abgesehen können Werbetexte zwar nichts halten, dafür aber sehr viele verdrehte »Tatsachen« versprechen.

    Ansonsten kann ich Ihrem Posting keinerlei Argumentation entnehmen, die Ihre Kritik unterstützen würde. Ich spiele den Ball einfach mal zurück indem ich behaupte, es ist »natürlich leicht, andere zu kritisieren und ihnen Manipulationen zu unterstellen«. Gerne können Sie aber »eine Leistung bringen«, indem Sie eine Gegendarstellung schreiben. Aber bitte mit Quellenangabe.

    Enutrio.de ist unabhängig und fungiert weder als Gegner noch als Befürworter von Krill Öl. Praxis, mein lieber Herr Dr. Helm, habe ich übrigens genug. Interessant finde ich aber, wie Sie einerseits einen fundierten Bericht kritisieren und dann ins Blaue hinein austeilen. Ein (Sc)helm wer Böses dabei denkt.

    Im Übrigen: Wissenschaft ist bis zu einem gewissen Grad immer bestechlich, manipulierbar und verfolgt nicht selten eigennützige Ziele. Ich hatte lange genug Einblick in diese Welt. Das betrifft natürlich vorwiegend Studien mit wirtschaftlicher Verwertbarkeit und nicht Arbeiten über die Cysteinendopeptidase des Ricinus, wobei auch hier nicht selten das eigene Ego der Vater der Conclusio ist.

  49. Christiane

    DANKE, DocMed!!!! So und nicht anders muss man mit kleinkarierten geltungsbedürftigen Kleingeistern umgehen! Es war mir Genuss und innerer Vorbeimarsch Ihren Kommentar zu »Dr.« Helms unqualifizierter und aufgeblasener Wichtigtuerei zu lesen.
    Vielen Dank und Glückwunsch zu Ihrer intelligenten und besonnenen Gelassenheit.

  50. Prof. Dr. Ernst Liebhart

    Ich wäre sehr dankbar für Informationen über die Belastung von KrillÖl mit Schwermetallen, vor allem As, Hg, Cd. Sowohl Durchschnittswerte als auch Variationsbreiten würden mich interessieren. Mit bestem Dank im voraus, E. Liebhart

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