Gentechnisch veränderter Reis illegal in Supermärkten

20. November 2006

Gentechnisch veränderter Reis illegal in SupermärktenLaut Aussagen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) waren etwa 20% von 241 getesteten Reisproben aus Supermärkten in Österreich gentechnisch verändert und hätten somit nicht im EU-Raum verkauft werden dürfen. Betroffen waren die Sorten LL601, LL62 und Bt63.

LL601 ist ein in Europa nicht zugelassenes Genkonstrukt im Reis, das von der Firma Bayer CropScience entwickelt wurde. Dadurch wird durch das erzeugte Protein »PAT« eine Resistenz gegen das Pflanzenschutzmittel Liberty der Firma Bayer bewirkt und letztlich der Ernteertrag gesteigert. LL62 ist mit dieser Sorte nahezu identisch und in der EU verboten, in Amerika allerdings zugelassen.

In BT63 wurden bestimmte Gene dahingehend verändert, als dass die Produktion eines für Fraßinsekten giftigen Proteins bewirkt wird. Dieser Reis ist weltweit nicht zugelassen.

Die ertappten Marken wurden vom Gesundheitsministerium bisweilen verschwiegen, was rege Kritik an der amtierenden Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat nach sich zog. Auch Rückrufaktionen der betroffenen Produkte wurden nicht in die Wege geleitet, da keine Gesundheitsgefährdung bestehe.

Quelle: Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit.

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