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Fett - enutrio.de

Fett

26. November 2006


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Im ersten Teil der Artikelserie über Makronährstoffe behandeln wir das große Thema der Fette. Viele kennen die mittlerweile sehr lange Liste mit diversen Schlagworten aus sämtlichen Medien: Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceride, gesättigte und ungesättigte Fette, Transfettsäuren, Omega-3 Fettsäuren, EPA, DHA und noch vieles mehr! Kaum ein Produkt ist heutzutage nicht fettreduziert, fettmodifiziert oder gar fettfrei. Doch was ist das alles eigentlich genau, brauchen wir das wirklich, was sind Transfette und wieso soll Olivenöl eigentlich so gesund sein? Genau damit beschäftigt sich der nun folgende Artikel und versucht auf möglichst verständnisvolle Weise, diesen Begriffen auf die Schliche zu kommen.

Allgemeines

Fette sind die energiereichsten Stoffe unserer Ernährung, ein Gramm Fett entspricht 9 kcal. Leider ist das aber nicht der einzige Superlativ des Fetts, es ist nämlich auch der beste Geschmacksträger und wird genau deshalb weithin gern und in großen Mengen verzehrt. Fette sind aber nicht nur mit negativen Eigenschaften behaftet, sie besitzen auch eine Reihe von lebenswichtigen Funktionen, als Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sind sie beispielsweise unentbehrlich. Weiters sind die Membranen der menschlichen Körperzellen aus Fetten aufgebaut, unser Nervensystem besteht zum Großteil daraus, Fett bietet uns eine Isolationsschicht gegen die Kälte (was zumindest im ursprünglichen Sinn von Vorteil war) und liefert uns, wie bereits erwähnt, jede Menge Energie. Letzteres ist in der modernen Gesellschaft vom Vorteil zum Übel mutiert, war jedoch früher ein überlebenswichtiger Faktor und ist es im Tierreich immer noch.

Die Chemie des Fetts

Um den Begriffedschungel besser zu verstehen, muss man sich leider ein wenig mit der grundlegenden Chemie der Fette beschäftigen. Aber keine Sorge, diese ist nicht allzu kompliziert und wird hier nur in ihren wichtigsten Teilen geschildert.

Zugrunde liegen dem Fett Kohlenwasserstoffmoleküle (C-H), welche kettenartig miteinander verbunden sind. Diese Ketten (Fettsäuren) sind an ihrem anderen Ende mittels einer chemischen Veresterung mit Glycerin wiederum selbst miteinander verbunden (Triglyceride). Je nach Länge der Fettsäuren und der Art der Verbindungen (Einzelbindung, Doppelbindung) zwischen den einzelnen Kohlenstoffatomen einer Fettsäurekette ergeben sich die diversen Eigenschaften des Fetts.

Nun fehlt nur noch ein Mosaikstein zum Verständnis der Begriffe »gesättigt« und »ungesättigt«! Die erwähnten Kohlenstoffatome sind üblicherweise über sog. Einzelbindungen miteinander verküpft (C-C-C-C..). An diese Einzelbindung kann sich kein anderes Molekül mehr zusätzlich anknüpfen (deshalb der Begriff gesättigt), ganz im Gegensatz zu den ungesättigten Fettsäuren, wo eine gewisse Zahl der Bindungen aus Doppelbindungen bestehen (C-C=C-C…), die aufgespalten und als potentielle Bindungspartner benutzt werden können (ungesättigt). Findet sich nur eine Doppelbindung, spricht man von einfach ungesättigten, bei mehreren Doppelbindungen von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Über die Bedeutung dieser Tatsachen für den Menschen später mehr.

Fettsäuren

Nun bleiben wir gleich auf dem fahrenden Zug und klären die Frage der Cis- und Transfettsäuren. Diese beiden Angaben beziehen sich auf die räumliche Struktur der Doppelbindungen (Isometrie). Ohne genauer darauf einzugehen sei gesagt, dass bei der Cis-Konfiguration die Substituenten auf derselben räumlichen Ebene liegen, in der Trans-Konfiguration liegen sie auf unterschiedlichen Ebenen. Man muss das nicht im Detail verstehen, wissenswert ist in diesem Zusammenhang nur, dass die Trans-Konfiguration mit unerwünschten Nebenwirkungen für den menschlichen Organismus einhergeht.

Bei der Härtung von Ölen (Hydrierung) werden die Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren zumindest teilweise in Einzelbindungen umgewandelt, man verwendet dafür hohe Temperaturen, hohe Drücke oder andere Verfahren. Idealerweise werden dabei die freiwerdenden Bindungen der Doppelbindungen durch Wasserstoffatome besetzt. Je besser dies gelingt, desto ungefährlicher ist das Endprodukt. Leider ist dem nicht immer so, vor allem bei der beliebten Teilhärtung entstehen viele Trans-Fettsäuren.

Trans-Fettsäuren

Diese Fettsäuren finden sich häufig als versteckte Fette in Schokoladen, Nougatcremes, Wurstwaren, Fertiggerichten und werden beispielsweise bei der Weiterverarbeitung von Pommes Frites oder Chips verwendet.

Trans-Fettsäuren reduzieren das HDL und erhöhen das LDL (dazu später mehr). Genau das Gegenteil wäre jedoch erwünscht, da die oben genannte Konstellation zu Atherosklerose und in weiterer Folge u.a. zu Herzinfarkt oder Hirninfarkt führen kann [1,2].

Weiters lagern sich diese Fettsäuren in den Zellmembranen ab und behindern damit die Durchlässigkeit und Interaktivität der Zellen, sie werden schlechter versorgt und auch der Abtransport von gewissen Abfallstoffen wird eingeschränkt. Als prominentes Beispiel sei hier Insulin genannt, welches bei hohem Gehalt der Zellmembranen an Trans-Fettsäuren möglicherweise in geringerem Ausmaß Glucose in die Zellen schleusen kann und somit der Entstehung von Diabetes mellitus Tür und Tor öffnet [3].

Trans-Fettsäuren werden über die Plazenta und die Muttermilch an das Kind weitergegeben. Dort beeinträchtigen sie die Synthese von ungesättigten Fettsäuren negativ, welche aber gerade im Säuglingsalter eine wichtige Rolle bei der Hirnentwicklung spielen [4].

Ungesättigte Fettsäuren, Omega-3, Omega-6 und Omega-9 Fettsäuren

Ungesättigte Fettsäuren finden sich vor allem in Pflanzen. Da der Körper einige mehrfach ungesättigte Fette nicht selbst herstellen kann bezeichnet man sie auch als essentielle Fettsäuren.

Beispiele für einfach ungesättigte Fettsäuren sind die Ölsäure, Icosensäure oder Erucasäure. Reich an diesen Fettsäuren sind beispielsweise Rapsöl oder Olivenöl. Sie senken den Gesamtcholesterinspiegel, erniedrigen den LDL-Spiegel und schützen die Zellmembran vor Schädigung durch freie Radikale.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren lassen sich im Wesentlichen in zwei Gruppen einteilen: Omega-3, Omega-6 und Omega-9 Fettsäuren.

Die Omega-3 Fettsäuren sind alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA) und Docohexaensäure (DHA). Sie kommen vor allem in Leinsamenöl, Sojaöl, Rapsöl oder Walnußöl vor. In gesundheitlich relevanten Mengen kann man diese Fettsäuren jedoch nur mittels Fisch zu sich nehmen. Vor allem fette Fische enthalten eine große Menge an diesen gesunden Fetten. EPA und DHA sind als Bestandteil der Zellmembranen für den Menschen unentbehrlich und beeinflussen die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems von Babys und Kindern (siehe Artikel: Vorteile und Risiken des Fischkonsums).

Eicosapentaensäure

Omega-3 Fettsäuren verbessern die Durchblutung durch bessere Verformbarkeit der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und senken den Blutdruck. Bei den Blutfetten wirken sie vor allem auf die Triglyceride, welche sie um 20-25% senken können, außerdem senken sie das LDL, erhöhen das HDL, wirken auf das Immunsystem und hemmen Entzündungsreaktionen (s.u.).

Zu den Omega-6 Fettsäuren gehören gamma-Linolensäure (GLA), Linolsäure und Arachidonsäure. Sie finden sich beispielsweise in Mais- oder Sonnenblumenöl. Sowohl aus Omega-3 als auch aus Omega-6 Fettsäuren werden Eicosanoide (Botenstoffe) hergestellt, jedoch mit gänzlich unterschiedlichen Wirkungen. Eicosanoide aus Omega-6 Fettsäuren fördern Entzündungsreaktionen und die Blutgerinnung, Omega-3 Fettsäuren machen das Gegenteil.

Omega-9 Fettsäuren sind beispielsweise die Ölsäure, Erucasäure und Nervonsäure. Diese Fette sind nicht essentiell, können also vom Körper selbst hergestellt werden.

In neuesten Studien wurde gezeigt, dass Omega-6 Fettsäuren die Entwicklung von Tumorgewebe, insbesondere in der Brust- und Bauchspeicheldrüse begünstigen können, vermutlich sind sie auch an der Entwicklung von Dickdarmkrebs beteiligt. Ganz im Gegenteil dazu finden Omega-3 Fettsäuren zunehmende Aufmerksamkeit bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen wie Morbus Crohn, Rheuma oder Neurodermitis. Auch über eine eine bremsende Wirkung auf das Wachstum von Tumorzellen wird berichtet.

Alle mehrfach ungesättigten Fettsäuren beeinflussen das Immunsystem, sie wirken also immunmodulierend. Lange Zeit wurden die Omega-6 Fettsäuren generell als proinflammatorisch angesehen, d.h. sie sollten das Immunsystem stimulieren bzw. Entzündungsreaktionen anheizen. Neuerdings relativiert sich diese Aussage jedoch, die Wirkung auf das Immunsystem hängt von Faktoren wie Dosis, gesundheitlichem Zustand des Empfängers und vor allen Dingen dem Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren ab. Möglichwerweise spielt das mengenmäßige Verhältnis der beiden Fettsäuren eine wichtigere Rolle als die absolute Menge selbst. Lt. Empfehlungen der DGE sollte das Verhältnis Omega-6 zu Omega-3 etwa 5:1 sein. Dzt. ist dieses Verhältnis in der Ernährung jedoch stark zugunsten der Omega-6 Fettsäuren verschoben. Anzustreben ist die Zufuhr von Omega-6 Fettsäuren möglichst zu reduzieren (beispielsweise durch weniger Verwendung von Sonnenblumenöl, Distelöl und Maiskeimöl) und die Einnahme von Omega-3 Fettsäuren zu erhöhen (zum Beispiel durch die häufigere Verwendung von Rapsöl, Leinöl und Walnussöl, Verzehr von fettem Seefisch oder Einnahme von Fischölkapseln).

GLA wirkt hingegen immunsupprimierend und wird bei Neurodermitis, prämenstruellem Syndrom, Migräne und Neuropathien (Gefäßschäden durch Diabetes oder chronischem Alkoholkonsum) angewandt.

Es ist nicht sinnvoll, einfach bzw. mehrfach ungesättigte Fettsäuren zum Kochen zu verwenden. Ab Temperaturen von 200°C werden die Doppelbindungen zerstört und die Fettsäuren liegen somit wieder als gesättigte vor. Zudem wird das freiwerdende Gylcerin in gesundheitsschädliches Acrolein umgebaut. Generell sollten weder Öle noch Margarinen oder ander Fett so stark erhitzt werden, dass Rauch aufsteigt. Generell gilt: Kaltgepresste Öle haben den intensivsten Geschmack und eignen sich vor allem für die kalte Küche. Raffinierte Öle sind geschmacksneutral, dürfen dafür aber hoch erhitzt werden.

Cholesterin, HDL und LDL

Der menschliche Körper kann Cholesterin selbst produzieren, mann müsste es also nicht von außen zuführen. Da Cholesterin nicht wasserlöslich ist, wird ist im Blut an Proteinen gebunden transportiert. Je nach Dichte dieser Proteine unterscheiden sich ihre verschiedenen Aufgaben. Es gibt im Wesentlichen Chylomikronen, VLDL (very low density lipoproteins), LDL (low density lipoproteins) und HDL (high density lipoproteins).

Cholesterin liegt im Körper hauptsächlich in zwei Transportformen vor: dem »guten« HDL und dem »schlechten« LDL. HDL transportiert fettlösliche Substanzen wie beispielsweise Cholesterin von der Körperperipherie zur Leber und beugt somit Atherosklerose (Gefäßverkalkung) vor, LDL macht genau das Gegenteil, bringt also Fette von der Leber zu den Gewebezellen und begünstigt somit die Entstehung von Gefäßerkrankungen, was in weiterer Folge mit einem erhöhten Risiko für Hererkrankungen oder Hirninfarkt einhergeht. Wünschenswert wäre somit ein möglichst hoher HDL- und ein möglichst niedriger LDL-Spiegel. Beide Werte zusammen ergeben den Gesamtcholesterinwert.
Sehr wichtig ist hierbei auch der HDL/LDL Quotient. Er errechnet sich aus dem Gesamtcholesterinwert geteilt durch den HDL-Wert. Ideal ist ein Quotient unter 3, von einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen spricht man ab einem Quotienten von 4, ab Werten von 5 besitzt man ein hohes Risiko.
LDL oxidiert sehr leicht und bildet dabei das sog. oxLDL. Diese spezielle Form des LDL wirkt besonders atherogen (gefäßverkalkend), da es durch die Makrophagen der Gefäßwände aufgenommen wird und so zu einer Fettüberladung führt (sog. Schaumzellen).

Gemeinhin wird Cholesterin als schlecht angesehen, was aber nicht der Wahrheit entspricht. So ist Cholesterin ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Zellmembranen, ist die Vorstufe zu Gallensäuren, Vitamin D, Hormonen wie Aldosteron, Cortison oder den Sexualhormonen Testosteron und Östrogen. Nur ein Zuviel an Cholesterin ist mit einem erhöhten Krankheitsrisiko verbunden, insbesondere was das besagte Herz-Kreislaufsystem anbelangt.

Der Gesamtcholesterinspiegel ist von Faktoren wie Alter oder Geschlecht abhängig. Der durchschnittliche Cholesterinspiegel in Deutschland liegt bei 236 mg/dl (im Alter zwischen 35-65 Jahren). Beim LDL verhält es sich ähnlich, auch hier gibt es viele Einflußfaktoren auf die Normwerte, der Durchschnitt liegt bei ca. 165 mg/dl, beim HDL zwischen 35 (Männer)-45 (Frauen) mg/dl.

Welche Werte sind nun anzustreben? Diese Frage lässt sich so trivial nicht beantworten, denn die Zielwerte hängen stark von der Ausganssituation des Menschen ab. So hat ein Patient mit bereits stattgefundenen kardialen Ereignissen (z.B. Herzinfarkt) andere Zielwerte als ein völlig gesunder Mensch. Desweiteren müssen die Risikofaktoren Rauchen, erhöhter Blutdruck (Hypertonie), niedriges HDL, Alter oder eine einschlägige Krankengeschichte miteinbezogen werden. Besteht bereits eine Herzerkrankung, sollte als als Ziel ein LDL-Wert von unter 100 mg/dl angestrebt werden. Bestehen mindestens zwei Risikofaktoren, sollte ein LDL-Wert von unter 130 mg/dl erreicht werden und bestehen keine Risikofaktoren sollte das LDL unter 160 mg/dl liegen.

An erster Stelle, um diese gefoderten Werte zu erreichen, steht nicht die medikamentöse Therapie, sondern eine Lebensstilmodifikation. Dafür wird im wesentlichen empfohlen:

  • Ernährungsmodifikation: Weniger gesättigte Fettsäuren, trans-Fettsäuren und Cholesterin in der Ernährung
  • Sport
  • Gewichtsreduktion

Um nun die Verwirrung noch zu komplettieren: Es gibt Studien, die den Zusammenhang zwischen Cholesterin und Schlaganfallrisiko stark relativieren bzw. anzweifeln [6,7].

Unabhängig von der Ernährung kann es auch durch genetische Faktoren zu erhöhten Cholesterinwerten kommen. Bei der sog. familiären Hypercholesterinämie weisen äußerlich gesunde, sportliche Menschen oftmals schon in jungen Jahren miserable Blutfettwerte auf. Die weitverbreiteste Form dieser Krankheit, nämlich die autosomal dominante familiäre Hypercholesterinämie, kommt mit einer Häufigkeit von etwa 1:500 vor.

Triglyceride

Triglyceride gehören wie das Cholesterin zu den Lipiden. Wie bereits erläutert, bestehen sie gemäß dem Namen aus Glycerin und drei veresterten Fettsäuren. Um sie aus dem Darm aufzunehmen, müssen sie vom Körper aufgespalten, resorbiert und wieder zusammengebaut werden. Im Blut werden sie dann an Proteine gebunden (Chylomikronen und VLDL) transportiert und können so über die Leber in die Körperperipherie gelangen. Dort werden die Fettsäuren abgespalten und ihrer weiteren Funktion zugeführt. Triglyceride können auch von der Leber selbst hergestellt werden.

Von erhöhten Triglyceridwerten spricht man ab 180-200 mg/dl. Ursächlich dafür ist meistens eine falsche Ernährung, Alkoholmißbrauch, Stoffwechselstörungen wie Gicht oder Diabetes, Schwangerschaft, Einnahme von Hormonen oder auch Betablockern. Auch bei Zufuhr von zuvielen Kohlenhydraten (Zucker!) steigen die Triglyceridwerte im Blut an. Daneben gibt es genetisch vererbbare Formen der Hypertriglyceridämie wie etwa die familiär kombinierte Hyperlipidämie oder Dysbetalipoproteinämie Typ III.

Stark erhöhte Triglyceridwerte (>1000 mg/dl) können zu Bauchspeicheldrüsenentzündungen (Pankreatitis) oder Durchblutungsstörungen beispielsweise im Gehirn führen, mäßig erhöhte Werte über längere Zeit üben wie das Cholesterin negativen Einfluß auf das Herz-Kreislaufsystem mit dem Risiko von Herzinfarkt oder Schlaganfall aus.
Um die Triglyceridwerte im Blut wieder zu senken, gilt es die oben genannten Ursachen zu vermeiden, sprich: Sport treiben, Gewicht reduzieren bzw. hyperkalorische Ernährung vermeiden, Alkoholkonsum eindämmen, schnell resorbierbare Kohlenhydrate meiden.

Im Gegensatz zu den Cholesterinwerten spiegeln sich Änderungen des Lebensstils schon innerhalb weniger Tage im Triglyceridspiegel wider.

Fischölkapseln, Krill-Öl

Wir haben nun sehr viel über die Vor- und Nachteile von verschiedenen Ölen gehört, doch wie nutzt man dieses Wissen nun? Die Industrie bietet eine Reihe von Produkten an, die uns diesbezüglich unterstützen. Fischölkapseln gibt es in nahezu jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt in verschiedenen Dosierungen zu kaufen. Die Zusammensetzung dieser Fischölkapseln sieht bei einem wahllos ausgesuchten Produkt in etwa so aus (1000 mg Kapseln):

  • 263 mg gesättigte Fettsäuren
  • 234 mg einfach ungesättigte Fettsäuren
  • 400 mg mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • davon sind 180 mg EPA und 120 mg DHA
  • 0,07 mg Vitamin E
  • Verzehrempfehlung: 1-2 Kapseln (á 1000mg) pro Tag

Die genannte Verzehrempfehlung ist sehr vorsichtig gewählt. In klinischen Studien werden Dosierungen von 1-10 g/Tag empfohlen. Die maximal tolerierte Tagesdosis betrug 0,3 g/kg in Form von Fischölkapseln. Dies bedeutet, dass eine Person mit einem Körpergewicht von 70 kg pro Tag bis zu 21 Kapseln á 1 g verträgt. Mit diesen hohen Dosierungen sollte man aufpassen, denn es wurde über Beeinträchtigungen der Blutgerinnung in diesen hohen Bereichen berichtet (allerdings ohne wirkliche klinische Relevanz). Von der FDA werden täglich 3 g als sicher eingestuft.

Ein spezielles Öl ist das Krill-Öl, welches in der Antarktis aus dem Krill (Kleinkrebs) gewonnen wird. Krill-Öl zeigte in einigen Studien, dass es bei gleicher Dosierung wie herkömmliche Fischölkapseln zu einer wesentlich stärkeren Reduktion des Gesamtcholesterins, LDL und der Triglyceride sowie zu einer Erhöhung des HDL führen kann [8]. Des Weiteren konnte nachgewiesen werden, dass Krill-Öl auch beim prämenstruellen Syndrom und bei Dysmenorrhoe positive Wirkungen zeigt [9]. Auch als Antioxidans zeigt Krill-Öl hervorragende Eigenschaften.

Im Gegensatz zu herkömmlichem Fischöl sind die ungesättigten Fettsäuren beim Krill-Öl nicht an Triglyceride gebunden, sondern an die besser resorbierbaren Phospholipide.

Literaturverzeichnis:

  1. Clifton PM, Keogh JB, Noakes M. Trans fatty acids in adipose tissue and the food supply are associated with myocardial infarction. J Nutr. 2004 Apr;134(4):874-9. Erratum in: J Nutr. 2004 Jul;134(7):1848.
  2. Lemaitre RN, King IB, Mozaffarian D, Sotoodehnia N, Rea TD, Kuller LH, Tracy RP, Siscovick DS. Plasma phospholipid trans fatty acids, fatal ischemic heart disease, and sudden cardiac death in older adults: the cardiovascular health study. Circulation. 2006 Jul 18;114(3):209-15. Epub 2006 Jul 3.
  3. Riserus U. Trans fatty acids and insulin resistance. Atheroscler Suppl. 2006 May;7(2):37-9. Epub 2006 May 18. Review.
  4. Innis SM. Trans fatty intakes during pregnancy, infancy and early childhood. Atheroscler Suppl. 2006 May;7(2):17-20. Epub 2006 May 19. Review.
  5. Wolfram. Omega-3 Fettsäuren, ihr Stoffwechel und ihre Wirkungen auf vaskuläres System, Fettsoffwechsel und Immunsystem. Akt Ernähr Med 20, 1995, 173-179
  6. Piechowski-Jozwiak B, Bogousslavsky J. Cholesterol as a risk factor for stroke: the fugitive? Stroke. 2004 Jun;35(6):1523-4. Epub 2004 Apr 22.
  7. Thrift AG. Cholesterol is associated with stroke, but is not a risk factor. Stroke. 2004 Jun;35(6):1524-5. Epub 2004 Apr 22.
  8. Bunea R, El Farrah K, Deutsch L. Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the clinical course of hyperlipidemia. Altern Med Rev. 2004 Dec;9(4):420-8.
  9. Sampalis F, Bunea R, Pelland MF, Kowalski O, Duguet N, Dupuis S. Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the management of premenstrual syndrome and dysmenorrhea. Altern Med Rev. 2003 May;8(2):171-9.

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4 Reaktionen zu “Fett”

  1. Gelbemilka

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    Mir gefallen die Artikel hier sehr gut!

    Wichtig finde ich vor allem die Angabe der Quellen, denn im Internet wird viel geredet ohne wirkliche Substanz und ohne nachprüfbar zu sein.

    Ich habe in den letzten Wochen viel über die Bewertung von Studien gelernt und würde sagen, soweit, wird das hier ganz gut umgesetzt in qualitative Artikel.

    Danke dafür!

  2. Fett wirklich so schlimm fr JEDEN?

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    […] Und wie schon gesagt: Lies dich bzgl. Fette etwas mehr ein: – A Primer on Dietary Fats – Part 1 | BodyRecomposition – The Home of Lyle McDonald – A Primer on Dietary Fats – Part 2 | BodyRecomposition – The Home of Lyle McDonald – Fettsäuren | Bedeutung – Vorkommen – Nutzen – Fett – enutrio.de – Gesättigte Fettsäuren, aus der Nähe betrachtet (EUFIC) __________________ _________________ "People who have poor diets and poorly thought-out training routines, but focus on the latest magic pre- and post-workout elixirs are missing the point. Their approach is like trying to hold up a three-legged stool with one support leg and the other two missing." Will Brink […]

  3. Welche Fettsuren?

    Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/v124143/wp-includes/functions-formatting.php on line 83

    […] Zitat von striiker Ja dann poste doch mal bitte ein paar hilfreiche Links. Ich bin noch relativ unerfahren in diesem Thema. Für die, die der englischen Sprache mächtig sind: – Fat Facts by Will Brink – Essential Fatty Acids (PDF) – Saturated fats: what dietary intake? ? Am J Clin Nutr – A Primer on Dietary Fats – Part 1 – The Home of Lyle McDonald – A Primer on Dietary Fats – Part 2 – The Home of Lyle McDonald Infoseiten in Deutsch: – Fettsäuren | Bedeutung – Vorkommen – Nutzen – Fett – enutrio.de – Gesättigte Fettsäuren, aus der Nähe betrachtet (EUFIC) – Das Fettsäurenprofil (PDF) – Fettsäuren – Kommentare (PDF) – Quotient Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren (PDF) – Die Fett- und Ölsäuren (PDF) Rest ist Google! __________________ _________________ "People who have poor diets and poorly thought-out training routines, but focus on the latest magic pre- and post-workout elixirs are missing the point. Their approach is like trying to hold up a three-legged stool with one support leg and the other two missing." Will Brink […]

  4. positiver Nutzen von MFS

    Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/v124143/wp-includes/functions-formatting.php on line 83

    […] Zitat von Eggi Für die, die der englischen Sprache mächtig sind: – Fat Facts by Will Brink – Essential Fatty Acids (PDF) – Saturated fats: what dietary intake? ? Am J Clin Nutr – A Primer on Dietary Fats – Part 1 – The Home of Lyle McDonald – A Primer on Dietary Fats – Part 2 – The Home of Lyle McDonald Infoseiten in Deutsch: – Fettsäuren | Bedeutung – Vorkommen – Nutzen – Fett – enutrio.de – Gesättigte Fettsäuren, aus der Nähe betrachtet (EUFIC) – Das Fettsäurenprofil (PDF) – Fettsäuren – Kommentare (PDF) – Quotient Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren (PDF) – Die Fett- und Ölsäuren (PDF) Rest ist Google! aus: http://www.muskelschmiede.de/f.....-uren.html __________________ _________________ "People who have poor diets and poorly thought-out training routines, but focus on the latest magic pre- and post-workout elixirs are missing the point. Their approach is like trying to hold up a three-legged stool with one support leg and the other two missing." Will Brink […]

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