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Ernährung im Kindesalter - enutrio.de

Ernährung im Kindesalter

02. August 2007


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Ernährung von Kindern mit Übergewicht oder Diabetes»Es bedarf einer bestimmten Art von Gemüt, an einem Hamburger Schönheit zu entdecken« sagte bereits Ray Kroc, der Gründer der McDonalds Corporation. Ungeachtet der zweideutigen Interpretionsmöglichkeit dieses Zitats ist heutzutage ein Großteil der Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems auf einen inadäquaten Lebensstil zurückzuführen. Dazu gehören vor allem falsche Ernährung und zu wenig sportliche Betätigung. Die Grundsteine werden bereits im Kindesalter gelegt. Gerade in der heutigen Zeit stellt Übergewicht bei Kindern ein enormes Problem dar, dessen Folgen noch nicht annähernd abschätzbar sind. Die Anzahl der Kinder mit einem BMI jenseits der 25 (=Übergewicht) ist heute größer als je zuvor. Deshalb nimmt die richtige Ernährung der Kinder einen immer wichtigeren Stellenwert in der Erziehung ein. Sowohl Eltern als auch öffentliche Institutionen und Medien müssen in diesen Prozess integriert werden.

Ursachen für Übergewicht bei Kindern

Fast Food Restaurants, Schulmensen und Schnellimbisse haben Mutter’s Küche längst abgelöst. Das klassische gemeinsame Essen mit selbst zubereiteten Speisen ist bereits völlig aus der Mode gekommen. Stattdessen werden die Mehrzahl der Mahlzeiten nur mehr nebenei eingenommen. Für das Essen wird kaum noch Zeit veranschlagt, »je schneller, desto besser« lautet die Devise.

Stundenlang sitzen die Kinder vor dem Computer, Fernseher oder der Spielekonsole. Dabei bewegen sie sich kaum und essen unentwegt hochkalorische Produkte. Das früher übliche Treffen mit Freunden ist kaum noch gefragt. Selbst soziale Kontakte werden nur noch über Internet-Chats gepflegt. Was früher der Spiel- oder Sportplatz war, ist jetzt das Fast Food Restaurant. Diese Imbisse mutieren zunehmend zu den einzigen sozialen Treffpunkten der Kinder und Jugendlichen. Durch Ausrichtung von Kindergeburtstagen mit zahlreichen Geschenken und Gutscheinen und vielen anderen Aktionen ködern die Fast-Food Ketten gezielt ihre »Kunden von morgen«.

Die Fast-Food-Ernährung führt zu einem Überangebot von gesättigten Fetten, Transfetten, Zucker, Geschmacksverstärkern und Aromastoffen. All diese Zutaten ruinieren das natürliche Geschmacks- und Sättigungsempfinden. Dagegen treten Mangelerscheinungen bei Mikronährstoffen wie Kalium, Calzium, Eisen und Zink sowie mit Vitamin A, C, D und Folsäure auf.

Essen ist schon lange kein soziales Ereignis mehr, sondern eine lästige Pflicht. Gerade Kinder neigen jedoch im Zuge dieser Entwicklung dazu, die tatsächliche Kalorienzufuhr zu unterschätzen. Sie wissen nicht, was und wieviel sie da eigentlich zu sich nehmen. Aufgrund der meist fehlenden Tagesstruktur und Esskultur werden zu wahllosen Zeiten unzählige minderwertige Kalorien verzehrt. Gepaart mit fehlender sportlicher Betätigung und fast ausschließlich sitzenden Tätigkeiten ist Übergewicht bei Kindern die logische Folge.

Bereits während der Schwangerschaft können die Weichen für das spätere Ernährungsverhalten der Kinder gelegt werden. Studien zeigten, dass

  • Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht, die in der ersten Lebenszeit schnell an Gewicht zulegten und
  • Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft stark an Gewicht zulegten

im Jugendalter häufiger Übergewicht aufwiesen und als Erwachsene öfter an Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder Hypercholesterinämie litten als die Vergleichsgruppe.

Muttermilch gilt gemeinhin als Faktor, der sich positiv auf die Prävention von Übergewicht bei Kindern auswirken soll. Eine rezente Studie aus dem Journal of Obesity zeigte jedoch, dass auch Muttermilch keinen Schutz vor den überzähligen Kilos bieten muss (enutrio.de berichtete [Link]) [2]. Nichtsdestotrotz bietet die Ernährung mit Muttermilch eine Reihe von Vorteile. So soll sie beispielsweise das Risiko für Diabetes mellitus oder Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (Gefässverkalkung, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Hirnschlag) reduzieren, Allergien entgenwirken und vor Infektionen schützen. Nach aktuellen statistischen Erhebungen beginnen erfreulicherweise ca. ¾ der Mütter mit dem Stillen. Leider halten nur 20% davon die empfohlenen sechs Monate durch.

Die meisten Vorlieben und Abneigungen gegenüber Lebensmitteln entstehen einer amerikanischen Studie nach bereits in den ersten 2-3 Lebensjahren und ändern sich danach nicht mehr wesentlich [1]. In derselben Studie wurde auch festgestellt, dass die Essgewohnheiten der Mütter einen äußerst starken Einfluß auf das Ernährungsverhalten der Kinder ausüben. Kinder erlernen ihr Verhalten durch Beobachtung der Eltern. Deshalb scheint es nicht verwunderlich, dass die Ernährungsvorlieben der Mütter oder Väter zu einem hohen Prozentsatz jenen der Kinder entsprechen. Nahrungsmittel, die von den Eltern abgelehnt werden und deshalb kaum am Eßtisch landen, werden von den Kindern meist nicht gemocht. Dabei gilt: Je jünger die Kinder sind, desto größer sind die Vorbildwirkung und der Einfluss der Eltern.

Die statistischen Daten sind erschreckend

Als wesentlichen Faktor für die Entwicklung von Übergewicht bei Kindern werden gesüßte Getränke (Säfte, Limonaden, Energy Drinks) angesehen. Bereits 28% der Kinder im Alter von einem Jahr konsumieren regelmäßig diese Dickmacher, im zweiten Lebensjahr sind es schon 44 Prozent.

Im Alter bis zu sechs Monaten werden vor allem von den nicht-gestillten Kindern 10-20% mehr Kalorien als nötig aufgenommen. Mit 1-4 Jahren erhöht sich die überschüssige Kalorienzufuhr auf bis zu 40%.

Einhergehend mit sinkender Zufuhr von Obst und Gemüse beginnt der Konsum von Pommes frites und Süßigkeiten im Alter von etwa zwei Jahren drastisch zu steigen. Epidemiologische Studien zeigen, dass mit 8 Monaten circa 39% der Kinder regelmäßig gelbes Gemüse (z.B. Kartoffeln) verzehren, mit zwei Jahren nur noch 13%.

Studien fanden heraus, dass statistisch gesehen ein 10jähriges Kind mit Übergewicht mit 70%iger Wahrscheinlichkeit nicht mehr abnimmt, wenn beide Eltern normalgewichtig sind. Das Risiko dick zu bleiben beträgt sogar 80%, wenn Mutter oder Vater übergewichtig sind.

Folgen von falscher Ernährung bei Kindern

Die Auswirkungen einer Fehl- und Mangelernährung bei Kindern sind besonders schwerwiegend, da in diesem Alter die Weichen für das spätere Leben gestellt werden. Junge Patienten mit Übergewicht leiden wie die betroffenen Erwachsenen an Wirbelsäulen- und Gelenksbeschwerden. Sie sind körperlich kaum belastbar, kommen schnell aus der Puste und haben Konzentrationsschwierigkeiten.

Nicht zu verachten sind die sozialen Konsequenzen der Übergewichtigkeit. Die Kinder werden häufig verspottet und ausgegrenzt. Nicht selten ist Frustessen das Resultat dieser Umstände, ein Teufelskreis beginnt.
Dauert die ungesunde Lebensweise zu lange, gesellen sich Krankheiten wie Gefäßverkalkung, Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Glucoseintoleranz bis hin zu Diabetes mellitus dazu. Diese lebensgefährlichen Erkrenkungen können auch bei Kindern zu Herzinfarkt, Hirschlag und Tod führen.

Richtige Ernährung der Kinder

Die American Heart Association (AHA) nahm sich des Problems an und verfasste praktische Richtlinien für die richtige Ernährung im Kindesalter [4]. Diese Empfehlungen sind sehr allgemeiner Natur und gelten nicht nur für Kinder, sondern können während des gesamten Lebens angewandt werden. Die wichtigsten Punkte dieser Richtlinien sind:

  • Energiebedarf und Energiezufuhr sollen sich die Waage halten.
  • Es soll mindestens 60 Minuten pro Tag mäßige bis starke körperliche Betätigung ausgeübt werden.
  • Obst und Gemüse sollen täglich auf dem Speiseplan stehen.
  • Der Konsum von Softdrinks (Fruchstsäfte, Limonaden, Energy Drinks) soll möglichst unterbunden bzw. eingeschränkt werden.
  • Die Ernährung soll reich an ungesättigten Fettsäuren sein. Gesättigte Fette wie in Butter und tierischen Produkten sind möglichst zu vermeiden.
  • Vollkornprodukte sollen anstatt Weißmehlprodukten verwendet werden.
  • Es sollen Milchprodukte mit reduziertem Fettgehalt konsumiert werden.
  • Mindestens zweimal pro Woche sollen Fischgerichte (gedünstet oder gebacken) verzehrt werden.
  • Die Salzaufnahme soll möglichst gering gehalten werden (siehe dazu auch Die Ernährung ist immer noch zu salzig).

Um diese Richtlinien einzuhalten empfiehlt die AHA den Eltern auf folgende Faktoren zu achten:

  • Keinen zusätzlichen Zucker verwenden.
  • Sparsame Verwendung von Saucen oder Ketchup.
  • Pflanzliche Öle auch für die Zubereitung der Lebensmittel verwenden.
  • Fisch als regelmäßige Vorspeise oder Hauptspeise anbieten.
  • Stets Gemüse oder Sojaprodukte als Beilage auftischen.
  • Obst zur freien Verfügung stellen bzw. als Nachtisch reichen.
  • Vorwiegend mageres Fleisch verwenden (Rindfleisch, Geflügel).
  • Haut vom Geflügel entfernen (enthält viel Fett).
  • Fertigprodukte enthalten oft sehr viel Salz und/oder Zucker. Suchen Sie aktiv nach Produkten mit niedrigen Konzentrationen.
  • Nicht nachwürzen! Speisen, die für Erwachsene langweilig schmecken, werden von Kindern deutlich intensiver wahrgenommen. Der Grund dafür liegt in der Anzahl der Geschmacksknospen auf der Zunge: Bei der Geburt sind es etwa 10.000, als Erwachsener besitzt man nur noch rund 2000 [3].

Der Energiebedarf der Kinder und Jugendlichen ändert sich im Laufe der Entwicklung. Untenstehende Tabelle soll helfen, die optimale Energiezufuhr für die jeweilige Altersgruppe zu finden.

Alter (in Jahren) Geschlecht Kcal % Fett
1 m+w 900 30-40
2-3 m+w 1000 30-35
4-6 m 1400 25-35
w 1200 25-35
9-13 m 1800 25-35
w 1600 25-35
14-18 m 2200 25-35
w 1800 25-35

Die AHA spricht auch exakte Angaben für Ballaststoffe, Natrium und Kalium aus. Diese Daten gehen jedoch sehr ins Detail und finden in einem normalen Ernährungsplan kaum Platz. Der Vollständigkeit halber werden sie kurz aufgeführt:

Kleinkinder sollen täglich ca. 19 g Ballaststoffe, Jugendliche bis 38 g zu sich nehmen. Weiters 3000 mg Kalium und bis zu 1500 mg Natrium bei Kleinkindern und 4700 mg Kalium sowie bis zu 2300 mg Natrium bei Jugendlichen.

Gesunde Ernährung der Kinder ist Erziehungssache

Die Ernährung der Kinder sollte so bald wie möglich in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Oft haben bereits kleine Maßnahmen große Folgen. Auch dafür gibt die American Heart Association nützliche Tipps:

  • Erziehung beginnt bereits in den ersten Lebensmonaten. Deshalb sollten die Kinder mindestens 6 Monate gestillt werden und dabei Dauer und Frequenz der Mahlzeiten selbst bestimmen. Dadurch werden das Hunger- und Sättigungsgefühl natürlich ausgeprägt.
  • Essen sollte in eine feste Tagesstruktur eingebunden sein. Geben Sie fixe Zeiten für die Hauptmahlzeiten vor und beharren Sie auf deren Einhaltung.
  • Sorgen Sie für ein soziales Umfeld während des Essens (Familie).
  • Versuchen Sie, ihre Kinder in die Küchenarbeiten einzubinden und ihnen dabei Wissenswertes über die Ernährung zu vermitteln.
  • Gehen Sie mit ihren Kindern gemeinsam Lebensmittel einkaufen.
  • Legen Sie, wenn möglich, einen Garten an. Geben Sie ihren Kindern die Verantwortung über einen Teil der Pflanzen. Das fördert den Bezug zu den Lebensmitteln.
  • Kinder werden während des Fernsehens ständig Werbung für potentiell ungesunde Ernährung (Softdrinks, Fast Food) ausgesetzt. Diskutieren Sie mit ihren Kindern über diese Lebensmittel und legen Sie ihnen die negativen Aspekte dar.
  • Die Kinder sind nicht immer bei Ihnen. Erst besuchen Sie den Kindergarten, dann die Schule etc. In all diesen Institutionen werden Mahlzeiten mit mehr oder weniger gesunden Zutaten angeboten. Gehen Sie mit ihren Kindern gelegentlich den Menüplan durch und zeigen Ihnen, welche Menüvarianten gesund und welche zu meiden sind.
  • Kinder imitieren das Verhalten ihrer Eltern. Kein Kind wird freiwillig Gemüse während sich die Eltern einen Burger genehmigen. Fungieren Sie deshalb stets als Vorbild anstatt mit erhobenem Zeigefinger Befehle auszuteilen.
  • Sport ist kein Mord. Motivieren Sie Ihre Kinder, regelmäßig Sport zu betreiben. Machen Sie ggf. selbst mit, das fördert die Beziehung zu ihrem Kind.
  • Beschränken Sie die Zeit vor dem Fernseher oder Computer (=sitzende Tätigkeiten) auf 1-2 Stunden pro Tag. Entfernen Sie Fernseher aus den Kinderzimmern.
  • Vermeiden Sie generell Zwänge. Diese wirken meist nur kontraproduktiv. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass verbotene Speisen einen besonderen Reiz auf Kinder ausüben [5]. Seien Sie stattdessen selbst ein Vorbild und lassen Sie ihren Kindern die freie Wahl bzw. lassen Sie ihnen zumindest den Anschein der freien Wahl. Oft können Kleinkinder in die gewünschte Richtung gelenkt werden ohne es zu merken.
  • Überzeugen Sie ihre Kinder nicht durch Verbote, sondern durch Argumente.
  • Die gefährlichste Zeit für Ernährungsfehler ist das Jugendalter. Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens steigt durch das beschleunigte Wachstum der Hunger, zweitens nimmt der kindliche Bewegungsdrang ab, drittens sinkt die Authorität der Eltern und viertens sind die Jugendlichem starkem Gruppenzwang ausgesetzt. Versuchen Sie deshalb, die Erziehung für gesunde Ernährung bereits vor dieser Phase zu forcieren.
  • Benutzen Sie Süßigkeiten nicht als Belohnung oder als Trost. Das suggeriert, Süßigkeiten müssten etwas ganz Spezielles und Erstrebenswertes sein.
  • Belohnen Sie ihr Kind im Gegenzug auch nicht, wenn es gesunde Lebensmittel isst («Wenn du den Apfel ißt, darfst du länger aufbleiben«). Das verstärkt nur den Eindruck, gesunde Lebensmittel würden nicht schmecken.

Ernährung bei Kindern mit Diabetes mellitus Typ 2

Wie bereits angesprochen kann dauerhafte Fehlernährung schon bei Kindern zu Diabetes mellitus – früher Altersdiabetes genannt – führen. Wurde diese Krankheit erstmal diagnostiziert, muss neben umfangreicher ärztlicher Betreuung der Ernährungsplan der Kinder vernünftig angepasst werden. Die Ernährungsumstellung ist der erste und wichtigste Schritt in der Behandlung des Diabetes mellitus. Erst wenn diese Maßnahme nicht funktioniert, soll und darf auf Medikamente zurückgegriffen werden.

Die Ernährungsempfehlungen bei Kindern mit Diabetes Typ 2 lauten folgendermaßen:

  • Ballaststoffreiche Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index verzehren. Dazu zählen Hülsenfrüchete (z.B. Bohnen) und Vollkornprodukte. Die in den Bohnen enthaltenen Lektine und Amylase-Inhibitoren wirken sich besonders positiv auf den diabetischen Stoffwechsel aus.
  • Hoher Gemüseanteil in der Ernährung, besonders alle Kohlsorten, Blattgemüse, Spargel, Sellerie, Gurken und Tomaten.
  • Diphenylamin und das Flavonoid Quercetin sind besonders reichlich in Zwiebeln enthalten und fördern die Insulinausschüttung.
  • Auch Obst sollte reichlich verzehrt werden. Wegen der darin enthaltenen Anthocyane bieten sich vor allem Äpfel und Beeren (Brombeeren, Heidelbeeren, Weintrauben) an.
  • Magere Milchprodukte, Fisch und enthäutetes Geflügel sind ideale Proteinlieferanten.
  • Gesüßte Säfte und Limonaden durch Wasser ersetzen.

Experten berechnen die Folgekosten der geschilderten Entwicklung auf bis zu 70 Milliarden Euro im Jahr. Das entspricht fast einem Drittel der gesamten Gesundheitskosten. Deshalb abschließend ein sehr zutreffendes Zitat von Charles Dickens: »Kontrolliert euren Appetit, ihr Lieben, und ihr habt die menschliche Natur erobert«.

Literaturverzeichnis:

  1. Skinner JD, Carruth BR, Wendy B, Ziegler PJ. Children’s food preferences: a longitudinal analysis. J Am Diet Assoc. 2002 Nov;102(11):1638-47.
  2. Michels KB, Willett WC, Graubard BI, Vaidya RL, Cantwell MM, Sansbury LB, Forman MR. A longitudinal study of infant feeding and obesity throughout life course. Int J Obes (Lond). 2007 Apr 24; [Epub ahead of print]
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Geschmacksempfindung und –entwicklung im Kindesalter. DGE-Info 07/1997
  4. AHA Scientific Statement. Gidding SS et al.: Dietary recommendations for children and adolsescents. A guide for practioners. Consensus statement from the American Heart Association. Circulation 112 (2005) 2061-2075; http://www.circulationaha.org
  5. Fisher JO, Birch LL. Restricting access to palatable foods affects children’s behavioral response, food selection, and intake. Am J Clin Nutr. 1999 Jun;69(6):1264-72.

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6 Reaktionen zu “Ernährung im Kindesalter”

  1. Alexander Donabauer

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    Hallo Autor, Hallo Leser,

    wie ich finde ein sehr guter, umfangreicher und informativer Beitrag. Übergewicht ist ein sehr ernstes Thema, nicht nur in den USA sondern mittlerweile auch schon bei uns. Wenn sie für ihre Kinder Bewegungs – Spielzeug speziell Holzspielzeug suchen, schauen sie am besten unter www.weltderspielwaren.de

    Viele Grüße,

    Alexander Donabauer

  2. Der Moloch

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    Mein Übergewicht ist, gerade wenn man den Artikel betrachtet, äußerst kontrovers zustandegekommen.

    Bis zu einem Alter von ca 11-12 Jahren hatte ich Normalgewicht, des Weiteren wurde fast alle der oben erwähnten Hinweise befolgt.

    Unter anderem:

    Wir hatten keine Satellitenschüssel, es gab nur drei Programme, nur einen Fernseher. Der TV-Konsum wurde von unseren Eltern strikt auf ein Mindestmaß reguliert.

    Es gab nur selbst gekochte Mahlzeiten, nie Fertiggerichte. Besonders bei Oma wurde ich ins Kochen eingebunden, Oma hatte auch Obst und Gemüse im Garten angebaut, die zum Kochen verwendet wurden.

    Ich traf mich regelmäßig zum Spielen mit Freunden, überwiegend draußen.

    Mit 12 kam dann ein radikaler Umbruch. Wir bekamen eine Satellitenschüssel, einen zweiten Fernseher erst später. Zudem entglitt ich immer konsequenter der Kontrolle meiner Eltern. Mein TV-Konsum nahm drastisch zu, durch den Schulwechsel verlor ich viele Freunde und reduzierte meine außerhäuslichen Treffen erheblich. Auch ließ der bereits erwähnte kindliche Bewegungsdrang nach, er existierte praktisch nicht mehr. Ich aß nicht mehr mit meiner Familie, sondern stehts allein, immer vor dem Fernseher, immer Fertiggerichte. Die Verfettung erfolge blitzschnell. In der Grundschule war ich schlank, als ich in die 5. Klasse kam, hatte ich bereits ordentlich Übergewicht.

    Mit 18 nahm ich das erste mal ab, jedoch nur durch Sport. Damals hatte ich eine mir nicht erklärliche Motivation, fuhr täglich 45-60min Rad und ging anschließend noch 20min Joggen. Mein Gewicht reduzierte sich auf 80kg bei 1.90m. Es pendelte sich bis ca. 23 bei 90kg ein, da ich inzwischen Kraftraining betrieb und etwas massiv wurde.

    Danach stellte sich eine schwere Depression ohne Tagesstruktur mit Überernährung und Alkoholabusus ein, mit dem Resultat 115kg bei 1.90m.

    Inzwischen habe ich meinen Lebensstil geändert. Fortschritte mache ich aber nur sehr langsam, bin aber zuversichtlich.

  3. DocMed

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    Hallo Moloch,

    dein Werdegang ist äußerst interessant, entspricht er doch in seinen Grundzügen genau den im Artikel erwähnten Umständen. Danke für diesen Beitrag! Und lass dich nicht entmutigen, eine Änderung des Lebensstils passiert nicht von Heute auf Morgen.

    mfg

  4. Remi

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    Genau wegen dieser Problematik der Falschen Ernährung
    habe ich ein Jahrzehnt benötigt einige neue Lebensmittel
    zu Entwickeln die weder Tierische Fette oder Chemische
    Haltbarkeitstoffe in sich tragen. Ich habe stets darauf geachtet nur Natürliche Inhaltsstoffe zu verwenden und eines der Besonderheiten in den Produkten ist die Meeresalge von der Sylter Algenfarm, die ein natürlicher
    Jodlieferant ist. Denn die Deutsche Bevölkerung ist immer noch Jodunterversorgt was kaum einer weiß.
    Auch ein Vegetarischer Hamburger oder Bratwurst schmecken hervorragend es sollte nur einmal probiert werden, wo allerdings die meisten vor zurückschrecken weil sie denken ein Pflanzliches Produkt kann gar nicht schmecken, dieses ist ein Irrglaube denn die Anfänge der Vegetarischen Produkte waren Geschmacklich nicht gerade der Reißer, diese hat sich Gewaltig geändert. Bei all meinen Verkostungen der neuen Vegetarischen Produkte besonders die Hamburger, hat auch nicht einer
    bemerkt das sie Fleischlos waren, also kann auch ein Gesunder Hamburger vorzüglich schmecken. Es müsste nur der Öffentlichkeit mitgeteilt werden, wo es zur Zeit noch dran mangelt. Aber ich Arbeite daran und ich bin froh das meine Produkte eine Weltneuheit sind, somit habe ich die Aufmerksamkeit der Medien gewonnen und kann meine Gesunden Produkte der Öffentlichkeit vorstellen. Also ruhig einmal auf meine Webseite remis-algen.de schauen, anhand der Bilder sieht man schon kein Unterschied zum Fleischprodukt und ich verwende nur Omega 3 Fettsäuren.
    Denn Gesünder gehts nimmer.
    Remi

  5. Kostüme Ritter

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    Sehr interessant und informativen Artikel zu lesen …. danke

  6. Carolina

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    Ich bin per Zufall auf die Seite gestossen und fand den Artikel unheimlich interessant. Habe mir die Seite gleich zu meinen Favoriten abgespeichert und freue mich auf weiteren Input. Herzlichen Dank!

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