Erhöhtes Brustkrebsrisiko durch Gewichtszunahme

16. November 2006

Erhöhtes Brustkrebsrisiko durch GewichtszunahmeBrustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Die Ursachen dafür sind vielseitig und in ihren funktionellen Zusammenhängen nicht vollständig geklärt, jedoch spielen hormonelle Faktoren bei der Entstehung von Brustkrebs eine wesentliche Rolle, vor allem das weibliche Hormon Östrogen. Dieses Hormon begünstigt Wachstum und Teilung der Zellen in der Brustdrüse und erhöht damit das Entartungsrisiko.

Nach dem Ende der Menstruationszeit, also in den Wechseljahren, wird in den Fettzellen der Frau vermehrt Östrogen gebildet, weshalb Übergewicht u.a. einen Risikofaktor für Brustkrebs darstellt.

Eine Forschergruppe rund um H.S. Feigelson veröffentlichte im anerkannten Journal Cancer seine Studienergebnisse von 44.161 Frauen über den Einfluss des Gewichts auf das Brustkrebsrisiko. So erhöhe eine Gewichtszunahme nach dem 18. Lebensjahr das Risiko drastisch, bei 30kg Zunahme im Laufe des Erwachsenenalters sei das Risiko für eine Wucherung etwa doppelt so groß, als wenn nur 10kg zugenommen worden waren. Ebenso sei bei ersterer Gruppe das Risiko für Metastasen (Absiedelungen der Krebszellen) etwa drei Mal höher als bei anderen Probandinnen. Das absolute Gewicht spielt dabei weniger eine Rolle als vielmehr eine relative Gewichtszunahme.

H. S. Feigelson et al. (Amerikanische Krebsgesellschaft): Onlineveröffentlichung. doi: 10.1002/cncr. 21965. Cancer

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