Das Ernährungsverhalten in der EU im Wandel der Zeit

21. November 2006

Das Ernährungsverhalten in der EU im Wandel der ZeitIn den letzten Jahren geriet die Ernährung immer mehr in den Fokus der Gesundheitspolitik. Es wurden eine Reihe von Maßnahmen gestartet, um das Ernährungsverhalten der Bevölkerung positiv zu beeinflussen. Eine Forschergruppe der Universität Reading (England) untersuchte nun die Ernährungsgewohntheiten in den EU-Ländern im Zeitraum von 1961 bis 2001 und verglich sie mit den diesbezüglichen Empfehlungen der World Health Organisation (WHO).

Während früher zischen den europäischen Ländern noch große ernährungstechnische Unterschiede bestanden, näherten sich diese im Laufe der Zeit an. Die südlichen Länder mit ihrer gesunden mediterranen Ernährung verzeichnen mittlerweile einen zunehmenden Konsum von gesättigten Fettsäuren, Zucker und Cholesterin während die nördlichen Länder, einst Spitzenreiter im Verzehr der gerade genannten Nährstoffe, einen Rückgang aufweisen können.

Alles in allem werden heute pro Person mehr Kalorien zugeführt als früher und in allen Ländern liegt der tatsächliche über der empfohlenen Menge für Cholesterin, gesättigten Fettsäuren und Zucker. Positiv wurde der zunehmende Verzehr von Obst und Gemüse erwähnt.

Die Autoren plädieren für eine intensivere Aufklärung über gesunde Ernährungsweisen und fordern für die Zukunft bessere Methoden der Datenaufzeichnung- und verwertung bezüglich dem Ernährungsverhalten der Bevölkerung.

Schmidhuber J, Traill WB (2006). The changing structure of diets in the European Union in relation to healthy eating guidelines. Public Health Nutr. . 2006 Aug;9(5):584-95.

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