Augen bremsen Hirn beim Essen
18. April 2007
Eine etwas ausgefallene, aber interessante Studie beobachtete das Essverhalten von Menschen während des amerikanischen Sportereignisses Nr.1, dem Super Bowl. Die Forscher teilten die 50 als Probanden fungierenden Studenten in zwei Gruppen ein und stellten ihnen Chicken Wings zur freien Verfügung. Bei der einen Gruppe wurden die Überreste der Chicken Wings ständig entfernt, die andere Gruppe hatte den angehäuften Knochenhaufen immer vor Augen (falls sie diese jemals vom Fernseher entfernt haben). Durchgeführt wurde die Studie originellerweise in einer Sportbar.
Die Probanden, die ihre Überreste ständig im Blickfeld hatten, aßen im Schnitt 27% weniger als die Studentengruppe, bei der die abgenagten Flügel stets abgeräumt wurden. Der Unterschied war bei Männern größer als bei Frauen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Menschen ihre Nahrungszufuhr einschränken, wenn sie sehen wieviel sie bereits konsumiert haben.
Im Zuge der Ergebnisinterpretation schlug der leitende Professor Brian Wansink vor, bei Studentenparties nur noch Plastikbecher zu benutzen, um so den Alkoholkonsum besser abschätzen und einschränken zu können. Wie diese Idee bei den Studenten ankam, ging aus der Studie leider nicht hervor.
Quelle: Newsrelease [ahead of print] der Cornell Universität